Segeln beim Public Viewing oder im Wohnzimmer erleben

Drei Millionen Menschen strömen jedes Jahr nach Kiel, um die Kieler Woche live zu erleben. Rund 300.000 davon besuchen das Segel-Zentrum in Schilksee, um das Flair des weißen Sports zu spüren, Segeln live zu erleben. Das war bisher auf Fahrten mit Begleitschiffen oder auf die Regatten in Ufernähe beschränkt. Nicht so 2011. “Wir haben eine Menge Geld in die Hand genommen, um Segeln zu medialisieren”, so Christian Riediger, Leiter des Kieler-Woche-Büros der Stadt Kiel, der gemeinsam mit Sven Christensen (Point of Sailing) für die Finanzierung sorgt.

Ziel ist es, Segeln auch den Besuchern nahe zu bringen, die leider nicht nach Kiel reisen können sowie das Geschehen auf dem Wasser auf Großleinwände in der Stadt zu übertragen.

“Gemeinsam mit AUDI und SAP arbeiten wir daran, die Darstellung der Regatten medial zu verbessern. Das Geschehen wird über TV-Bilder, 3D-Animationen, das genaue Tracking der Teilnehmer auf den Regattabahnen und eine Live-Moderation so aufbereitet, dass es sowohl zu Hause am Computer, im Offenen Kanal als auch auf den Bühnen in Schilksee und an anderen Orten der Stadt in einer Art mitverfolgt werden kann, wie es sie im Jollensegeln noch nicht gegeben hat,” erklärt Sven Christensen.

Dafür stellt die SAP technisches Knowhow und Analysewerkzeuge zur Verfügung. Die Fernsehbilder werden dank Audi realisiert, denn der Ingolstädter Kieler-Woche-Partner präsentiert das Kieler-Woche-TV. Nils Kaben vom ZDF, der zweimalige Olympia-Teilnehmer Marcus Baur und der America’s Cup-erfahrene Schweizer Christian Scherrer werden die Moderation von einem gläsernen Studio aus übernehmen.
Sechs Stunden Fernsehbilder pro Tag sind geplant, die über den Kieler Offenen Kanal die Region versorgen und über das Internet (www.kieler-woche.de) weltweit abrufbar sind. “Wir werden täglich vormittags bis zu eineinhalb Stunden von den Regattabahnen auf der Außenförde berichten und am Nachmittag von dem Tornado-Event in der Innenförde,” zeigt Christensen die Eckpfeiler auf, die weltgrößte Segelveranstaltung einem breiten Publikum zugängig zu machen.
Spektakuläre Aktionen verspricht der viermalige Tornado-Weltmeister Roland Gäbler. “Wir machen den Segelsport für Medien und Zuschauer kalkulierbar”, sagt Gäbler. Zwischen 16 Uhr und 18 Uhr sind in der “Audi Sailing Arena”, die direkt vor dem Hindenburgufer am Kieler Yacht-Club platziert sein wird, sechs Rennen auf engstem Raum zwischen zehn Tornado-Katamaranen geplant. Diverse Kameras werden das Geschehen aus jedem Blickwinkel einfangen, dazu sorgen das 3D-Tracking und die Analytics-Lösungen von SAP für interessante, bisher nicht gekannte Einblicke in das Geschehen auf dem Wasser.

Die Rennen werden kommentiert und per Trackingsystem und mit TV-Bildern auch auf den Bildschirmen am Hindenburg-Ufer, sowie auf Leinwänden auf der NDR-Bühne am Ostseekai, der Kieler-Woche-Bühne auf dem Rathausplatz sowie im Festzelt in Schilksee zu sehen sein. Für die Segel-Fans, die nicht nach Kiel anreisen, bleibt der Blick ins Internet sowie ins Kiel-TV. Und vielleicht gibt es Ausschnitte auf sport1, so Dr. Hans-Peter Kleebinder, Leiter Marketing Deutschland AUDI AG.

Auch der “Audi Star Talk” auf sport1 wird sich wie 2010 mit dem Segelsport befassen. Die Sendung, die am Montag, 20. Juni, von 22.15 bis 23.15 Uhr ausgestrahlt wird, wird voraussichtlich wie im Vorjahr in der Audi-Lounge in Schilksee aufgezeichnet. Den Stargast (2010 war es neben dem zweifachen America`s Cup-Sieger der 73fache Fußball-Nationalspieler Pierre Littbarski) wollte Kleebinder allerdings noch nicht verraten.

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