Costa Concordia update Zusammenfassung vom 26.01.2012

Am Abend des 13.01. rammte die Concordia einen Felsen. Im Laufe
diverser Fehlentscheidungen des Kaptiäns wurde das Schiff deutlich zu
spät evakuiert. Das Schiff sank zur Hälfte und liegt jetzt auf Grund vor
der italienischen Insel Giglio. Bei diesem Unfall kammen 16 Menschen
ums Leben, darunter 3 Deutsche, weitere 20 werden noch vermisst. Nach
ersten drastischen Schuldzuweisungen und einer Hetzjagd auch durch die
Presse auf den Kapitän mit wirklich haasträubenden Vorwürfen ergibt sich
nun vorbehaltlich der genauen Unfallauswertung folgendes Bild. Der
Kapitän fährt auf Druck seiner Reederei sehr dicht an der Insel vorbei
und reisst sich sein Schiff auf 50 Meter Länge auf. Der Schaden wird
zunächst fälschlicher Weise als nicht so dramatisch betrachtet. Es gibt
Telefonate zwischen der Reederei und dem Schiff und einem Handwerker der
den Schaden in Savona mehr oder weniger richten soll. Erst als sich das
Schiff neigt kommt der Kapitän auf die Idee es könnte Schlimmeres
passiert sein und lässt evakuieren. Er lässt Anker werfen, das Schiff
dreht sich und erreicht seine jetzige Position. Zu spät wie sich nun
herausgestellt hat. Das menschlich Dramatische, der Kapitän verlässt
sein Schiff noch bevor alle Gäste evakuiert sind vermutlich selbst in
einem Panikanfall. Derzeit laufen die Rettungsarbeiten noch allerdings
geht man nun nicht mehr davon aus noch Überlebende zu finden. Es gab
viele Gerüchte um den Kapitän von denen sich die meisten nicht
bestätigt haben. Der Kapitän steht nun unter Hausarrest und wird sich
verantworten müssen. Inzwischen klar ist auch das der grösste Teil der
Crew seine Aufgabe soeit möglich erfüllt hat. Gegen eine Panik auf einem
sinkendem Schiff helfen auch Anweisungen und Befehle nicht. Zusätzlich
hat der Kopf der Befehlskette versagt. Jetzt muss nun geklärt werden
welche Schuld die Reederei trägt. Fakt ist leider jedoch das der Kapitän
die Verantwortung trägt und hätte jeden Wunsch eines Verantwortlichen
Managers auch ablehnen können.

Derweil tritt das Umweltproblem in
den Vordergrund. Jetzt laufen die Vorbereitungen das ÖL abzupumpen.
Dieser Vorgang wird dann auch noch einmal mehrere Wochen dauern. Ob die
Reederei Costa diesen Schock trotz ihrer Grösse so verkraften wird
bleibt unklar. Derweil bereiten auch US Anwälte erste Klagen in
Millionenhöhe vor. Es gilt also für Costa nicht nur den eigentlichen
Schaden zu tragen es kommen auch noch Prozesskosten und enorme
Abfindungszahlungen auf die Reederei zu.

 Und auch wenn es jetzt
vielleicht noch nicht auffällt wird es doch sollte es sich bestätigen
das die Reederei Druck gemacht hat, die eine oder Andere Stornierung
geben. Bilder und Videos finden Sie in grossen Mengen bei Youtube oder
auch bei N-TV.

 

Hier nun offizielle Costa Stellungnahmen zu einzelnen Vorwürfen

Dienstag, der 24. Januar 2012

15.00 Uhr (MEZ)

Angesichts
neuer Berichte über Discounts und Sonderangebote möchte Costa Cruises
unterstreichen, dass Gästen der Costa Concordia, die vom tragischen
Geschehen der Kreuzfahrt vom 13. Januar betroffen sind, niemals
Ermäßigungen für spätere Kreuzfahrten angeboten wurden. Die
Informationen, die von einer Tageszeitung und verschiedenen anderen
Nachrichtenkanälen verbreitet wurden, sind komplett unbegründet im
Gegensatz zu den Aussagen eines englischen Passagiers gegenüber der
Zeitung.

 

Ein Maximum an jedweder Hilfestellung und Trost
für alle Betroffenen hat für Costa Cruises stets oberste Priorität. Von
Anbeginn an hatten Gäste und Crew Mitglieder das ganze Mitgefühl und die
Trauer des Unternehmens, das diese Haltung stets und fest auch
weiterhin einnimmt.

 

 

Mit gemeinsamen
Kräften, bestehend aus den Bergungsteams und aus dem Unternehmen, wurde
evakuierten Gästen und Crew Mitgliedern jede notwendige Hilfe zuteil, um
deren Nachhausweg zu gewährleisten. Außerdem wurden die Gäste per
Telefon  kontaktiert, sobald sie zuhause waren, um sicherzustellen, dass
es ihnen gesundheitlich sowie emotional gut geht. Ihnen wurde auch
bestätigt, dass sie eine Entschädigung für die Kreuzfahrt und für alle
damit verbundenen materiellen Aufwände erhalten.

 

Wie
angekündigt, nimmt Costa gerne den Austausch mit Gästen und
Verbraucherschutzorganisationen an, um alle Entschädigungen zu
definieren, die durch Härtefälle entstanden sind. Dies geschieht auch
mit der Hilfestellung von Organisationen aus der Reisebranche, mit denen
das Unternehmen seit Tagen in Kontakt steht.

 

Costa
Cruises entscheidet nach ethischen Werten, mit Fairness und mit großem
Verantwortungsbewusstsein und hat seinen Gästen, die spätere Costa
Kreuzfahrten gebucht haben, die Möglichkeit eingeräumt, ihre Reise bis
spätestens 7. Februar zu stornieren. Alle Reisebüros, die mit Costa
zusammenarbeiten, wurden darüber bereits vor einigen Tagen
informiert.   

 

Costa Cruises weist außerdem darauf
hin, dass alle Werbemaßnahmen unmittelbar einen Tag nach dem Unglück
gestrichen wurden, dies aus Respekt vor allen von dieser Tragödie
Betroffenen. Das Unternehmen konnte lediglich eine postalische Aktion
nicht mehr stoppen, die bereits Ende Dezember zu einigen Kunden
eingeleitet worden war.

 

Costa bedauert sehr die
unbegründeten, diffamierenden Behauptungen, die über das Unternehmen
ohne jede Verifizierung getätigt wurden.

 

 

9.30 Uhr (MEZ)

Costa
Crociere unterstreicht, dass der Zugang zu allen Schiffen nur unter
sehr hohen und strikten Bedingungen erfolgen kann. Dies erfolgt
zusätzlich zu den Zugangskontrollen der jeweiligen Hafenbehörden, die
vor jeder Einschiffung vorgenommen werden. 

Ein Zugang zum Schiff ist damit nur möglich wenn:

• Das Ticket und die Identität des Kreuzfahrtgastes überprüft worden sind

• Mitglieder der Crew einen optisch erkennbaren Personalausweis vorgelegt haben


Der Name der Person auf der Gästeliste steht, die vom Unternehmen und
dem Staff Captain frei gegeben wurde. Gleichzeitig muss auch der gültige
Ausweis vorgelegt werden, der bei der Einschiffung einbehalten wurde.

Jede
Person, die mit dem Schiff abreist, ist in den Systemen an Bord
erfasst. Bei der Einschiffung wird jeder Passagier fotografiert, sein
Foto wird an den ID Bar Code auf der Einschiffungsliste sowie an die
Costa Card gekoppelt, die jeder Passagier erhält, wenn er an Bord geht
(diese Karte dient jedem Gast zur persönlichen Identifikation bei
Verlassen und Betreten des Schiffs, außerdem kann er sie für die
Serviceleistungen an Bord einsetzen).

Niemand an Bord kann die
Sicherheitsbestimmungen außer Kraft setzen. Das Unternehmen spricht
strenge Disziplinarmaßnahmen aus, sollte dagegen verstoßen werden.  

Eine
genaue Liste aller Personen, die das Schiff betreten bzw. verlassen
haben (Gäste, Crew oder jede Art von Technikern), wird dem Unternehmen
unmittelbar nach dem Auslaufen übermittelt.

Im Fall des Unglücks
der Costa Concordia wurde diese genaue Liste an die Behörden übergeben,
um Überlebende, Opfer und Vermisste identifizieren zu können.

In jedem Fall weist unser Unternehmen Gerüchte zurück, dass an Bord „Schwarzarbeiter“ beschäftigt gewesen seien.

Costa
Crociere unterliegt den höchstmöglichen Standards in Bezug auf
Sicherheit und sozialer Verantwortung.  Das Unternehmen ist von RINA im
Rahmen der BEST4-Zertifizierung ausgezeichnet worden für seine soziale
Verantwortung (SA 8000) und seine Sicherheit (OHSAS 18001), die auch
Umweltschutz und grundsätzliche Qualität umfasst, und unterliegt den
Untersuchungen der Zertifikationsorganisationen, den maritimen Behörden
Italiens sowie all jenen Ländern, die von den Schiffen besucht werden.

kreuzfahrttester

 

 

 

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