Das Kreuzfahrtjahr 2012 hat sehr traurig angefangen…

…mit der großen Concordia Katastrophe.  Ja es kommt auf einmal anders und meistens natürlich noch als man denkt. Ende letzten Jahres hätte ich nicht vermutet, dass  es noch einmal einen Trend zu kleineren Schiffen gibt, auch wenn dies seit Jahren mein eigener Trend ist. Natürlich auf Grund der derzeit ständigen Costa Probleme. Nicht nur auf Grund der Unfälle sondern auch der Umwelt wegen sind die großen Reeder in die Kritik geraten. Besonders TUI-Cruises und AIDA sahen sich hier harscher Kritik des Naturschutzbundes ausgesetzt. Passiert ist jedoch nicht viel. Fairerweise muss man sagen das die kleinen alten Pötte auch nicht gerade umweltfreundlich sind. Außer das AIDA jetzt eine neue Antriebstechnik für die neu zu bauenden Schiffe in Japan verwendet. Was jedoch mit den alten Schiffen wird lässt Thamm offen. Man redet sich raus. Herr Vogel von TUI-Cruises redet gar nicht erst. Das man für ein ganz Jahres Angebot diese Technik sowie so in die AIDA Schiffe einbauen muss  davon spricht AIDA nicht. Es gibt nämlich Vorschriften für das Befahren der geschützten Fjorde.  AIDA hat an Beliebtheit verloren, ob das jetzt daran liegt ob man für Handtücher zahlen muss….?
Und dann wäre da noch die Auftragsvergabe nach Japan. Ob sich das so gut macht in der Nachhaltigkeitsbilanz wenn  Mitarbeiter ständig nach Japan fliegen müssen oder gar die ganze Technik bekanntlich von ABB ebenso nach Japan  verschifft werden muss. Zu mindestens sollten dann deutsche Steuergelder nicht mehr zu AIDA fließen. Aber gut wollen wir nicht alles auf AIDA schieben auch wenn es wieder Augenwischerei ist.  12 % mehr Deutsche konnten die Reeder auf die Schiffe locken. Wobei natürlich der Löwenanteil auf die großen 2 entfällt. Nach neuesten Studien die Sie auch unter cruisetricks.de nachlesen können bleibt der Deutsche sogar gerne unter sich. Eine Internationalisierung der Schiffe ist zu mindestens bei den deutschen Gästen nicht unbedingt gewünscht, dies auch als kleiner Hinweis an Transocean die ja gerne diesen Weg gehen wollen. Das erinnert mich an eine Szene die ich auf der Astor selbst erlebt habe. Zwei ältere Damen stehen an der Reling im Hafen irgendeiner Karibikinsel und unterhalten sich. Die eine fragt die andere“ Gehen Sie heute an Land?“ Sagt die Andere „nee hier gibt’s so viel Ausländer sehen Sie doch“ und zeigt auf Hafenarbeiter.   Aber eines ist klar, auch wenn die Zahlen in 2012 rückläufig sein werden, und die Preise weiter in den Keller gehen, wird es Opfer unter den kleinen Reedereien geben. Ob Costa bleiben wird ist ebenso fraglich. Vermutlich wird diese Firma mit neuen Farben und einer sauberen Bilanz wieder auftauchen. Das Publikum wird jünger und fordert mehr. Das Schiff wird immer mehr zum Ziel nicht mehr die Kreuzfahrt an sich. Früher sind wir in den Holiday Park gefahren heute fährt man einfach auf eine Disney Schiff und sieht während der ganzen Reise kein Wasser.  Da wundert ein weiteres Ergebnis der Studie nicht was ist besonders Wichtig für ein Schiff?  Der Preis und das Essen! Das sehe ich ganz anders. Für mich ist das Schiff und seien Besatzung wichtig, kann man sich zu Hause fühlen, kann man abschalten sich erholen, kommt  man mit anderen Gästen ins Gespräch und findet tolle neue Freundschaften… komme ich in Häfen wo nicht schon 5000 andere Gäste laufen.
Was wird also den Ton angeben in diesem Jahr? Umweltfreundlichkeit! Deutsche Gäste sind durchaus bereit den einen oder anderen Euro mehr zu bezahlen wenn dadurch die Reise umweltfreundlicher wird.  Leider wird auch dieses Jahr keine Reederei mehr tun als Sie muss und die Politik wird sich fein raushalten. Die Preise werden weiter fallen und die Amerikaner werden immer mehr Angebote nach Europa bringen. Die kleinen werden sich auch dieses Jahr wieder nicht zusammenschließen weil persönliche Eitelkeiten es verhindern. Wir sind gespannt ….! (cb)

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