Kreuzfahrten: " Es ist nicht alles Gold was glänzt"

Die ersten 6 Monate sind um und es wird Zeit einmal wieder Rück-  und Vorschau zu halten. Besonders betonen möchte ich das es sich hier immer um meine persönliche Meinung handelt, also kein offizieller Bericht oder Ähnliches.
Viel hat sich getan im ersten Kreuzfahrthalbjahr. Da haben wir einerseits die große Concordia Katastrophe und auf der anderen Seite viele Neustarts kleiner Reedereien mit kleinen Schiffen. Auch klar ist das die kleinen vom Unglück durchaus etwas profitiert haben. Den die Buchungen bei den großen gingen zunächst zurück und die kleinen konnten sich über Zuwächse freuen. Nun das wird nicht so bleiben und so gibt es bereits erste Vermutungen und Trend s für das 2 Halbjahr.
AIDA stand besonders im ersten Halbjahr besonders unter Beschuss durch Den NABU  und andere Naturschutzorganisationen. Egal was AIDA tat es war nicht genug und so hofft man das der Wechsel in der Führung hier auch neue Wege bringt. Nun der neue Michael Ungerer ist ein guter Verwalter. Insider glauben jedoch nicht an großartige Änderungen im Unternehmen. Ein wirklicher Wechsel in der Führung könnte nur mit Felix Eichhorn gelingen. Eine neue herangewachsene Generation. Alles in allem jedoch ist AIDA natürlich auf einem gutem Weg. Vermutlich wird auch gerade hier in diesem Segment der Preiskampf härter werden. AIDA bestimmt hier mehr oder weniger die Preise. Es gilt schließlich viele Tausend Betten  jede Woche zu füllen.
TUI Cruises hat es da noch etwas einfacher. Viele AIDA Gäste haben  zum relativ neuen Produkt mein Schiff gewechselt. Anfänglich vielleicht noch etwas belächelt baut TUI-Cruises inzwischen ein drittes Schiff. Das Konzept das ursprünglich bei Arosablu getestet wurde geht auf. Leider jedoch geht hier der Trend nun auch wieder auf Masse und das persönliche wird mit jedem Schiff zusätzlich auch verloren gehen. All Inklusive zieht hier gut. Allerdings zu Lasten der Bordumsätze. Preislich unterscheidet sich TUI-Cruises nicht mehr groß von AIDA. Das war mal anders angedacht. Die Auslastung ist jedoch da, manchmal frage ich mich jedoch zu welchem Preis. Herr Vogel hat also alles weiter im Griff.
Transocean scheint nun nach vielen Änderungen Umstrukturierungen auf dem richtigen Weg zu sein. eine neue Struktur in der Firma, eine neue Internetseite und jetzt auch ein völlig neu gestalteter Katalog. Das einzige was noch fehlt ist ein starker Partner im Hochseebereich. Wenn es gelingt hier mit einer 2 Reederei zusammenzuarbeiten wird die Astor noch lange fahren. Klar ist aber auch, das die Astor alleine nicht auf Dauer überleben kann.
Plantours und die MS Hamburg sind so muss man es fast schon sagen in aller Stille gestartet. Nach dem die großen riesige Tauffeste organisiert haben, ging es bei Plantours sehr hanseatisch zurückhaltend zu. Angeblich gibt es einen neuen finanzstarken Partner. Mal sehen ob hier demnächst ein zweites Schiff dazu kommt. Interessant wäre sicher auch ein Bündnis mit der Transocean.
Hapag Lloyd Kreuzfahrten ist derzeit  auf  Abwegen… Der Versuch mal eben schnell am brummenden Kreuzfahrtmarkt mit 2 neuen Schiffen der 4 Sterne Kategorie mitzuverdienen kann früher oder später nur schief gehen. Hapag Lloyd ist Luxus und dabei sollten Sie auch bleiben. erste Berichte von Gästen der Columbus2  waren auch enttäuschend. Hier gilt der Spruch “Schuster bleib bei deinen Leisten “. Vermutlich auch ein Grund warum der langjährige Vorstand Sebastian Ahrens das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat und vermutlich bei einer anderen Luxusreederei wieder auftauchen wird. Seltsamer Weise habe ich gerade bei HLKF das Gefühl das man hier schnell auf Masse kommen möchte. Dies ist jedoch mit Sicherheit der falsche Weg.
FTI-Cruises hat nun mit der FTI Berlin einen klassischen Fehlstart hingelegt. Das beweist, das es eben doch nicht so einfach ist in das Geschäft einzusteigen wie man es sich vielleicht erhofft hat. Die Übernahme der Berlin in so kurzer Zeit konnte nicht wirklich gut gehen.  Aber hinter FTI steht ein großer Konzern und damit auch das nötige Kleingeld die FTI Berlin auf Kurs zu bringen.  Wenn Sie dieses Schiff interessiert, warten Sie noch 3 Monate dann wieder sicher alles perfekt sein.
Die Ms Deutschland der Reederei und noch kein ruhiges Fahrwasser erreicht. Da erscheinen Bücher über die bösen Banken und Geschäftsführer. Es werden Gerüchte über Verkauf oder Vollcharter der Deutschland gestreut. Zuletzt die an sich doch logische Ausflaggung nach Malta. Warum das wiederum in der Politik so hohe Wellen schlägt ist mir nicht klar. Verlieren tut auf jeden Fall die Deutschland die an Gesicht verliert und damit auch ein Verkaufsargument. Aber eben nur 1 Verkaufsargument. Wenn es der Investor trotzdem schafft, spricht in 6 Monaten keiner mehr über die Ausflaggung. Auch hier bin ich der Meinung würde der Reederei ein Partner gut zu Gesicht stehen.
Das Geschäft mit den ganz kleinen Schiffen wie der MS Athena oder Princess Daphne verlagert sich gerade von Hansa Touristik auf die neu gegründete Ambiente Kreuzfahrten. Hier bleibt abzuwarten in wie weit Ambiente es schafft sich neue Zielgruppen zu erschließen. Eine Prognose ist sehr schwierig. Fakt ist Hansa Touristik sagt Reisen ab, erklärt sich aber nicht offen dazu.  Wichtig wäre aber auch das Ambiente Kreuzfahrten sich eine eigenes Gesicht schafft. Für was Ambiente eigentlich steht bleibt trotz Website   unklar. Die Schiffe wurden nicht großartig renoviert bei der Übernahme.
Phönix Reisen macht es mir schwer. Das mag daran liegen da es scheinbar Politik im Unternehmen ist nichts nach außen dringen zu lassen. Die Schiffe scheinen zu laufen. Aber auch hier gibt es Konzeptanpassungen. Partynächte und ähnliche Aktionen sind neu im Portfolio von Phönix Kreuzfahrten. Von Phönix Reisen hört man nur dann etwas wenn eine Bildunterschrift nicht stimmt.
Passat Kreuzfahrten ist nun in der Realität angekommen. Nach dem so hochgelobten Start und der dazugehörigen Aufbereitung im Netz durch einen Kollegen, graut nun der Morgen. Und obwohl ich gerade dieser Schiffsklasse alles Gute Wünsche scheint der Investor mit den Zahlen gerüchteweise nicht zufrieden zu sein. Bleibt also abzuwarten wie lange Passat durchhält. Auch hier meine Empfehlung sucht Euch einen Partner.
Bleibt mir nun abschließend gerade den kleinen Reedern viel Erfolg zu wünschen, diese scheinen diese Wünsche besonders zu brauchen. Aber auch allen anderen viel Erfolg in der 2 Jahres Hälfte!
cb

Ein Kommentar

  1. Ich wusste bis vor kurzem nicht, wie schnell sich die Kreuzfahrtbranche entwickelt. Als ehemaliges Traumschiff wieder in Betreib genommen wurde, wollten wir unbedingt eine Reise damit machen. Man hat tatsächlich gemerkt, dass die Schiffsmitarbeiter sehr bemüht waren. Sie haben ständig um Feedback gefragt und waren dankbar, wenn man ihnen was berichtet hat, was mach besser machen kann. Jedenfalls war meine Kreuzfahrt mit FTI Berlin sehr nett und erholsam. Bis auf das, dass es auf dem Schiff einmal in der Früh kein warmes Wasser gab, hat alles bestens funktioniert. Ich möchte sicherlich wieder eine Kreuzfahrt bei FTI Berlin buchen, wenn mein Budget es mir wieder erlaubt, einen Urlaub zu machen.

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