(PM) Costa Crociere und die EU Kommission: Entwicklung der nachhaltigen Kreuzfahrt geht voran

Pilotprojekt an Bord der „Costa Pacifica“ – Verminderung des Abfallvolumens und Förderung von Recyclingsystemen – Einbeziehung der Häfen im Mittelmeer

Im Rahmen des Förderprogramms LIFE+ der Europäischen Kommission forciert Costa Crociere weiter die Entwicklung der nachhaltigen Kreuzfahrt. Ziel des Projekts „Sustainable Cruise“ ist die Umsetzung der EU-Direktive zum Umweltmanagement auf Schiffen sowie die Schaffung von Anreizen, das Abfallvolumen zu reduzieren und gleichzeitig Recycling und Wiederverwertung zu fördern. Europas führende Kreuzfahrtreederei hat hierbei das Projektmanagement übernommen und jetzt die Umsetzungspläne, die zusammen mit weiteren Unternehmen und Institutionen ausgearbeitet wurden, der EU erfolgreich vorgestellt.

Die „Costa Pacifica“ (114.500 Tonnen, 3.780 Gäste, Baujahr 2009) übernimmt demnach die Pilotrolle. So werden erstmals in der Geschichte der internationalen Kreuzfahrt auf einem modernen Schiff neueste Techniken und Verfahrensweisen getestet, die das Aufkommen von verschiedenen Abfällen (organischer Müll sowie Verpackungen und Papier) vermindern helfen und zudem gleichzeitig das Recycling fördern. Das Projekt sieht auch eine unmittelbare Einbeziehung der europäischen Häfen im Mittelmeerraum mit den entsprechenden Verwertungs- und Aufbereitungsanlagen vor.

Außerdem hat sich das Projekt „Sustainable Cruise“ die Schaffung einer freiwilligen Zertifizierung zur Entsorgung von Abfällen auf Schiffen und den direkten positiven Auswirkungen auf die CO2-Emissionen vorgenommen. Damit könnte auch einer etwaigen EU-Umweltgesetzgebung für die Schifffahrtsbranche der Weg geebnet werden.

„Wir freuen uns darüber, dass dieses höchst innovative Projekt an Bord der ‚Costa Pacifica‘ durchgeführt wird, um neue Formen im Umgang mit entstehenden Festabfällen zu schaffen“, so Ernesto Gori, Vice President Quality Standards Compliance & Auditing bei Costa. „Die Tatsache, dass wir als erstes Kreuzfahrtunternehmen der Welt so aktiv in dieses wegweisende Projekt zur Schaffung höherer Standards beim Abfallmanagement eingebunden sind, belegt abermals unser ohnehin hohes Engagement zur Bewahrung der Umwelt.“

Tatsächlich engagiert sich Costa mit der gesamten Flotte seit Jahren stark in diesem Bereich. Zum Beispiel werden sämtliche an Bord anfallenden Festabfälle – Glas, Plastik, Metalle, Essensreste, Papier, Keramik und Aluminium – bereits auf den Schiffen getrennt. Häufig übertrifft das Unternehmen auch die national und international geltenden Vorschriften und Gesetze. So wurde auf allen Costa Schiffen ein Umweltmanagement nach den Vorgaben von UNI EN ISO 14001/2004 implementiert. Auch tragen alle Costa Schiffe den Green Star, eine Auszeichnung der italienischen Zertifizierungsbehörde RINA. Dieser bescheinigt die Einhaltung höchster ökologischer Standards, die noch strikter als das internationale Übereinkommen MARPOL gehalten sind.

Geringerer Bedarf an Verpackungen und Papier, neues System für Feuchtabfälle

Zur Entwicklung der nachhaltigen Kreuzfahrt gehört auch die Reduzierung von Verpackungsmaterialien wie Kartons, Glas- und Plastikflaschen sowie Containern, weshalb auch Zulieferer in das Projekt unmittelbar involviert werden.

Ein weiterer Bereich umfasst die feuchten Abfälle, zum Beispiel von Lebensmitteln sowie organischer Unrat. Diese machen bei einem Schiff wie der „Costa Pacifica“ mit rund 5.000 Menschen an Bord etwa 22 Prozent des gesamten Müllaufkommens aus. Nach den geltenden internationalen MARPOL-Vorschriften zum Erhalt maritimer Lebensräume dürfen Essensreste, nachdem sie vorschriftsgemäß an Bord behandelt und zerkleinert wurden, ins Meer gegeben werden. Neueste Technik dagegen, wie sie im Rahmen des „Sustainable Cruise“-Projekts zum Einsatz kommt, ist in der Lage, aus diesen Abfällen Nebenprodukte wie wertvollen Kompost herzustellen.

Ein dritter Bereich des Entwicklungsprojekts ist der Verminderung des Papieraufkommens auf den Schiffen gewidmet, das immerhin 16 Prozent des Gesamtmüllaufkommens ausmacht. Hierzu werden zahlreiche Prozesse analysiert, um unnötigen Gebrauch von Papier zu identifizieren und um eine optimale Verwertung von Papierabfällen zu erreichen.

Weitere Informationen zu dem „Sustainable Cruise“-Projekt gibt es online unter: http://www.sustainablecruise.eu

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