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Nach(t)Gedanken: Bild am Sonntag tritt noch nach und titelt heute…“Das bittere Ahoi des arbeitslosen Traumschiffkapitäns“

Nach(t)Gedanken: Bild am Sonntag tritt noch nach und titelt heute…“Das bittere Ahoi des arbeitslosen Traumschiffkapitäns“
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Die Bildzeitung und die Bild am Sonntag waren nicht unmaßgeblich an der Affäre um den Ex Kapitän der MS Deutschland beteiligt. Kapitän Jungblut , der 15 Jahre auf der Brücke stand, hatte scheinbar ganz gezielt die Medien, in diesem Fall ausgerechnet die Bildzeitung genutzt um auf die „angeblichen“  Missstände bei der Reederei Peter Deilmann aufmerksam zu machen.
Ob es nun um die Ausflagung nach Malta oder eine evtl. Übernahme durch asiatische Investoren ging, die Bild war immer informiert, angeblich direkt von Kapitän Jungblut. 
Ob es nun Missstände waren und wie weit Jungblut vielleicht aus falsch verstandener Loyalität zur Crew, diese Indiskretionen begangen hat bleibt unklar. Fakt ist aber auch das ein Kapitän an Bord der Vertreter der Reederei ist und im Sinne, nicht ausschließlich, aber der Geschäftsleitung agieren muss. Wir hatten in den letzten Wochen darüber berichtet. Der Kapitän wurde entlassen. Es kam zum Rechtsstreit der nun mit einem Vergleich ausging. Jungblut wurden 170 000 Euro zugesprochen.

Den Job bekommt er aber trotzdem nicht wieder. An Bord darf er nicht und seine persönlichen Sachen werden Ihm wohl eines Tages per Kurrier zugestellt werden. Glück hat er denoch, denn gerade jetzt ist die Reederei noch flüssig, vor einem Jahr hätte das auch anders ausgehen können. Die Bild sterilisiert Ihn nun hoch zum einsamen Kämpfer gegen die Ungerechtigkeiten der Seefahrtswelt. Was Kapitän Jungblut nicht vergessen sollte ist das er seiner Deutschland, seinem Traumschiff, keinen Gefallen getan hat. 

Und die Zeiten des Ruhmes über die Bildzeitung jetzt vermutlich auch vorbei sind. Das Schiff aber muss weiter kämpfen, vermutlich bald auch unter anderer Flagge und ganz anderen Konstellationen. Die versprochenen Investitionen in neue Tonnage lassen auch auf sich warten. Und so bleibt am Ende tatsächlich „das letzte Ahoi des Kapitäns“, nicht zuletzt Dank der Bildzeitung. Am Ende haben Alle gewonnen, ausser Jungblut! Die Bild hat Ihr Opfer Jungblut ausgeschlachtet, und die Reederei ist einen viel zu teuren Kapitän, mit einer geringen Abfindung losgeworden.
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Categories: Bildzeitung, Deilmann, Entscheidungen, Kapitän Jungblut, Meinungen, MS Deutschland, nachtcafe

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2 Comments on “Nach(t)Gedanken: Bild am Sonntag tritt noch nach und titelt heute…“Das bittere Ahoi des arbeitslosen Traumschiffkapitäns“”

  1. 2. Juni 2013 at 09:57 #

    „Sterilisiert“, da hat wohl die automatische Fehlerkorrektur zugeschlagen.

  2. Peter Stilbach
    2. Juni 2013 at 13:47 #

    Hier meine Meinung und Ansicht: die BILD ist sicher nicht der richtige Ansprechpartner gewesen. Dort wird fast alles nur danach ausgerichtet – Schlagzeilen und entsprechende Bilder. Deswegen lesen fast alle das Blatt (ich sehr selten!). Nun sind die Auseinandersetzungen zwischen Kapitän und Reederei beendet. Beide Parteien gaben sich die Hand. Sicher werden die Probleme, wie im Bericht, mit der „Deutschland“ weiter gehen. Ein Lauf mit der Zeit. Die Deimann- Schwestern versuchen auch einen Neustart mit einem „Mini“- Schiff (viel Glück).
    Über das Verhalten von Kapitän Jungblut an Bord kann man verschidener Meinung sein. Ich denke zum Fehlverhalten mit Informationen und Verständigung gegenseitig haben beide Seiten beigetragen. Trotzdem darf ich sagen, ich kenne Kapitän Jungblut noch von der „Berlin“ her. Ein sehr umsichtiger, humorvoller und sympatischer Kapitän. Ich hoffe er findet einen neuen Einsatz als Kapitän.

    Ab 17. Juli bin ich auf Norwegen/ Spitzbergen Tour mit der „FTI Berlin“ und werde hinterher darüber berichten.
    Peter Stilbach, Wriedel

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