Busanreise zur Kreuzfahrt nach Nizza oder Genua, kann eine sinnvolle Alternative sein!

Liebe Leser es gibt viele Argumente für eine Busanreise aber auch gegen eine Busanreise. Ich selbst war bisher immer gegen eine Busanreise. Schon aus zeitlichen Gründen kam es bisher für mich nicht in Frage. Bedeutet doch diese Anreiseform oft einen zusätzlichen Reisetag im Bus.
 
Die Vorurteile kennt man. Zu wenig Sitzabstand, zu wenig Pausen, zu viel verlorene Zeit. Dafür spricht: gesparter Flug, die Mitreisenden schon vor dem Schiff kennen lernen und zur Ruhe kommen.
 
Ich möchte ihnen gerne meine eigene Busanreise schildern. Mit zunächst gemischten Gefühlen und etwas verärgert bin ich in den Bus der Firma „Sachsen Ideal Tours“ am Stuttgarter Flughafen gestiegen. Verärgert ..weil ich bereits um 07.15 Uhr da sein musste und ich deshalb einen Tag früher nach Stuttgart reisen musste.

 
Es ist tatsächlich nicht möglich in Konstanz morgens zu starten wenn man um 07.00 in Stuttgart am Flughafen sein möchte. Aber ich bekam im Bus gleich einen guten Platz und es sollte sich herausstellen, dass ich auf der ganzen Reise der Platz neben mir frei bleiben sollte. Auch der Sitzabstand, ist sehr großzügig bemessen. Sehr schön bei meiner Größe.
 
Das Team von Sachsen Ideal Tours: Ingo, Matthias und Melanie erweisen sich im weiteren Verlauf der Reise als reiner Glücksfall. Man hat nicht nur das Gefühl gut aufgehoben zu sein, auch der Service, unaufdringlich, schnell, praktisch und vor allem freundlich. Dieses Team arbeitet gerne zusammen und gibt uns Reisenden nicht das Gefühl zu stören.
 
Auch das habe ich schon erlebt. Dazu kommt die Preisgestaltung an Bord. Kaffee 1,- Euro, eine Bockwurst 2,- Euro usw. Wir hätten sicher auch alle ohne zu schimpfen mehr bezahlt, besonders bei diesem Service. Mein Ärger verflog also relativ schnell und meine Bedenken, das die nächsten Zustiege von weiteren Gästen bedeuten würde, das wir durch die Städte gondeln müssen erwies sich auch als falsch, der Bus hielt auf Rastplätzen und auf weit draußen gelegenen Busbahnhöfen. Es gab also keinen Grund weiter sauer zu sein und so beschloss ich die Anreise zu genießen. Das Wetter spielte mit, bei herrlichem Wetter über den Brenner.
 
Der Blick auf alte Burgen, Täler, Weinberge und kleine Flüsse die sich den Berg herunter schlängeln. Eine Tasse, Kaffee, später ein Radeberger und eine Bockwurst. Im Bus ist es ruhig und auch ich merke dass ich von meinem Alltag abgeschaltet habe und mir wird klar dass diese Anreiseform tatsächlich etwas für sich hat. Inder Sitzreihe neben mir liegt ein Buch, das offensichtlich Melanie gehört unserer Hostess. Der Titel „der Umgang mit Demenzkranken“ Aha es gibt also einen Trick! Vielleicht ist das der Grund warum ich mich in diesem Bus sehr wohl fühle. Egal!
 
„Melanie, ich nehme dann noch ein Radeberger, denn ich bin im Urlaub“!
 
auch wenn es nicht so ganz stimmt! Den Sonnenuntergang entgegen, gemütlich mit dem Bier in der Hand, durch italienische Landschaften. Das geht im Flieger nicht. Ich erinnere mich an Frank Wilde und seine Seminare…Sein Credo: „Gewonnen und Verloren wird zwischen den Ohren“. In diesem Sinne betrachte ich diese Busreise als Teil meiner Kreuzfahrt und stelle die Anreise auch hier vor. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt dennoch.
 
Das Hotel das uns zur Zwischenübernachtung zugeteilt wurde, würde vermutlich in Deutschland keine Zulassung bekommen. Italienische Verhältnisse gerne! Aber einen gewissen Standard sollte es doch geben. Eine Busanreise ist also eine echte alternative und wenn Sie Zeit haben sollten Sie dies auch einfach mal machen. Bedenken Sie aber dass Sie ca. 12 Stunden im Bus sitzen. Wenn Sie also Kinder dabei haben sorgen Sie für entsprechende Abwechslung.
 
Vielen Dank noch einmal an „Sachsen Ideal Tours“ und Ingo, Matthias und insbesondere Melanie für den tollen Service!
 
Claus Blohm

Ein Kommentar

  1. Auch wir sind schon des öfteren mit den Bussen (u.a. HEBBEL) ab/an Barcelona, Venedig, Nizza gefahren und fanden es sehr angenehm. Auch die Buscrew mit Service überzeugten uns jedesmal. Bei den Übernachtungshotels gab es grosse Unterschiede (von 2-4Sternen). Einziger Negativpunkt ist der Zustiegsort München.Hier fährt der Bus tatsächlich quer durch die Stadt, hält aber nicht am /DB-Bahnhof oder Flughafen(!), d.h. man muss hier immer mit Taxi zum Bus.Einige Reedereen halten ausserhalb am Parkhaus Fröttmanning (P+R Parkgebühren 1,–€tgl.sowier S/U-Bahnanschluss. Dieser Stopp ist ideal, zumal die “Durchfahrer” sozusagen wenig Zeit verlieren.
    Alles in allem würden wir immer wieder mit dem Bus anreisen, zumal ja dann auch die Frage mit den Koffern und somit der Gewichtsbeschränkung entfällt.
    Danke fuer den Bericht, denn auch wir haben das so wie beschrieben erlebt.
    Ute & Hubert

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