Was ist eigentlich los bei MSC Kreuzfahrten? sklavenähnliche Zustände für Mitarbeiter?

MSC Magnifica
wie verschiedene Quellen melden, soll in Salvador die brasilianische Polizei elf Crewmitglieder “praktisch” befreit haben. Bis zu 16 Stunden am Tag sollen Mitarbeiter bei MSC arbeiten müssen.
 
Schlagzeilen macht MSC Kreuzfahrten derzeit nur mit unschönen Meldungen. Da wurde Müll ins Meer geworfen ein Vorfall der auch gerne Tod geschwiegen wird, und jetzt das Trinkgeld abgeschafft.
 
Für den Reisenden sicher eine gute Sache, aber wenn dies natürlich zu Lasten der Crew geht…! ganz schlecht! Selbst wenn es übertrieben dargestellt wird, ist am Ende immer etwas dran. Erst am Samstag hat MSC wieder Venedig angefahren und dabei den Andockfinger beschädigt. Venedig anzufahren ist nicht verboten, aber bei der aktuellen Stimmungslage dort nicht gerade einfühlsam!
MSC unterdessen redet sich mit Floskeln raus –

 
“MSC Crociere ist in voller Übereinstimmung mit nationalen und internationalen Arbeitsvorschriften und ist bereit, mit den Behörden zu kooperieren. “
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Diese Vorfälle sind natürlich das Ergebnis des massiven Preiskampfes der gerade bei den Reedereien stattfindet. Solche Verhältnisse kann der Urlauber nur dann verhindern wenn er sich für eine Reederei entscheidet die nachgewiesener Weise ordentliche Zustände hat, und bereit ist auch etwas mehr zu bezahlen. Am Ende entscheiden wir Kreuzfahrer selbst wenn wir buchen und wenn nicht! Soll MSC weiter dazu gehören? 
http://www.travelweekly.co.uk/Articles/2014/04/07/47557/msc-denies-accusations-of-slave-like-staff-conditions.html

3 Kommentare

  1. Als ich letztes Jahr auf der MSC Splendida war, hatten wir auch mit dem Personal gesprochen. Ich bin mir sicher, dass diese lange arbeiten mussten, und nicht viel Geld verdienen. Da die meisten des Personals aus Indonesien oder Indien kommen, hat MSC ein leichtes Spiel, denn wenn das Personal in ihrem Heimatland wäre, dann würden sie noch weniger bezahlt bekommen. Nur die, die wirklich was zu sagen haben kommen bei MSC aus Italien, Frankreich oder Spanien. Ich finde es sehr schade, dass MSC das Personal so ausbeutet, aber das Personal ist auch mit dem niedrigen Gehalt zu frieden, denn wenn diese 4-5 Jahre auf dem Schiff gearbeitet haben, dann können sie dort eine Familie sehr gut ernähren und sind dort schon fast reiche Leute. Die Servicegebühr, die als Trinkgeld ausgeschrieben wird, bekommt das Personal wahrscheinlich sowieso nicht, da bin ich mir sicher. Deswegen haben wir allen nochmals ca. 10€ gegeben.

  2. Stimmt, aber nur zum Teil.Wenn Reedereien ihr Personal anständig bezahlen, dann sollte der Preis für die eingeschlossenen Dienste in einem durchaus vergleichbaren und gültigen Endpreis ausgewiesen und bezahlt werden. Trinkgeld sollt die Belohnung für vorzügliche und besonders aufmerksame Dienstleistungen sein und nicht eine versteckte Erhöhung des vordergründig günstigen Reisepreises. Beim Wurstkauf kaufe ich ja auch nicht Wurst plus Dienstleistungszuschlag.
    Ein sinnvolles Preisangebot besteht immer aus Sach- und Dienstleistung.Scheinbar billige Angebote mit getrennten Kostenbestandteilen sind dann sicher nicht unbedingt besser. Nur objektiv vergleichbare echte Endpreise sind sinnvoll und müssten bald selbstverständlich werden. EU hilf!!

  3. Mich würde interssieren welche Nationalitäten auf MSC Schiffen vorwiegend zu finden sind. Ich habe nämlich bei deutschem Publikum immer wieder diese “Geiz-ist-geil”-Mentalität vor Augen. Und das Verhältniss zum Trinkgeld ist bei Deutschen auch eher etwas anders (“geiziger”?), als z.B. bei amerikanischem Publikum. So zumindest meine persönlichen Erfahrungen.

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