Reisebericht von Helmut Hafner: Mit der Albatros von der Venezianischen Lagune zum Hamburger Hafengeburtstag


Bild: Phoenix Reisen
Vom 27.04.2014 bis 10.05.2014 waren wir Gäste auf der MS Albatros und umrundeten in zwei Wochen West-Europa. Dabei erlebten wir die Stars der Fernseh-Doku „Verrückt nach Meer“ hautnah. Der Phoenix-Slogan „Willkommen zu Hause“ ist dabei kein platter Werbegag, sondern ein Versprechen für unvergessliche Urlaubserinnerungen!
 
 
Erlebnis Albatros Seeluft hatten wir in den letzten Jahren immer wieder geschnuppert, aber vom Kreuzfahrtvirus waren wir noch nicht infiziert.

 
Das änderte sich erst, als wir durch die TV-Doku-Serie „Verrückt nach Meer“ auf die Albatros aufmerksam geworden waren. Die offene und herzliche Art von Kapitän Hansen und seiner Crew ließen den Wunsch reifen, einmal auf der „Weißen Lady“, wie sie von ihrem Kapitän liebevoll genannt wird, mitzufahren.
 
Erleichtert wurde uns die Buchung durch einen Geburtstagsrabatt, den der Veranstalter Phoenix-Reisen den Gästen einräumte, die im April oder Mai 2014 Geburtstag feiern. Und da wir beide, nur durch neun Tage getrennt, ein neues Lebensjahr beginnen, wurde die Reisekasse um ein hübsches Sümmchen entlastet.
 
Unser „Erlebnis Albatros“ startete am 27. April in der Venezianischen Lagune und führte rund um West-Europa bis zum Hamburger Hafengeburtstag. Die Reise endete am 11. Mai in Bremerhaven. Das An- und Rückreisepaket mit Bus buchten wir ebenfalls über Phoenix. Das war preiswert und klappte alles absolut problemlos. Die Route „Rund um West-Europa“ bot gleich mehrere Highlights. Dabei haben wir in 14 Tagen zwei Kontinente, sechs Länder und acht Häfen besucht, insgesamt hat die Albatros dabei 7.000 Kilometer zurück gelegt.
Bevor es in Venedig losging, stand aber bereits die erste Begegnung mit Kapitän Hansen auf dem Programm. Dachten wir, dass er die Reihen der Passagiere vor ihren jeweiligen Musterstationen nur für das Fernsehen abschreitet, ließen wir uns an Bord der Albatros gerne eines Besseren belehren. Der macht das auch im wirklichen Leben. In seinem kurzen Vortrag merkte man sofort, dass Sicherheit nicht nur ein Wort ist, sondern dass die Standards hier absolut ernst genommen werden.
 
Bild Helmut Hafner
Das Timing hätte nicht besser sein können, denn pünktlich nach der Seenotrettungsübung verließ die Albatros „La Serenissima“. Zu den Klängen von Vangelis‘ „Conquest of Paradise“ glitt die „Weiße Lady“ lautlos dahin, vorbei an den beeindruckenden Bauwerken längst vergangener Zeiten: Markusplatz, Campanile, die Barockkirche Santa Maria della Salute und die Seufzerbrücke fügen sich zu einem Gesamtkunstwerk, das es in dieser Art kein zweites Mal auf der Welt gibt. Vielen gilt die Ausfahrt aus Venedig als schönste überhaupt.
 
Das erste Abendessen im geschmackvoll möblierten Restaurant „Möwe“ schmeckte nach der bildgewaltigen Ausfahrt aus der Lagune noch besser als erwartet. Die Meerbarbe war auf den Punkt zubereitet und zusammen mit den diversen Vor- und Nachspeisen bekamen wir gleich am ersten Abend einen Eindruck vermittelt, was wir in den folgenden zwei Wochen kulinarisch erwarten dürfen. Zurück auf der Kabine wartete eine Überraschung. Mehrere Kuverts hatte die Kabinenstewardess unter der Tür durchgeschoben.
 
Wir fanden Gutscheine für Ausflüge und eine Einladung an den Kapitänstisch für den Willkommens-Gala-Abend vor, der am 28. April stattfinden sollte. Auch eine Flasche Sekt, im Vorgriff auf die Geburtstage, war bereit gestellt. Am ersten Seetag hatten wir reichlich Zeit, uns auf der Albatros umzusehen. Das Wetter war herrlich und so genossen wir die Rundum-Promenade auf Deck 7. Es gibt nicht mehr viele Schiffe, die einen barrierefreien Rundweg überhaupt noch anbieten. Auch die Außenflächen am Heck der Albatros wirken sehr einladend. Ein freies Plätzchen haben wir hier immer gefunden und man kann sich im wahrsten Sinne des Wortes die frische Seeluft um die Nase wehen lassen.
 www.kurzgeschichten-und-meer.de
 
Am späten Nachmittag war dann „Aufhübschen“ angesagt. Jeder möchte ein Foto mit dem Kapitän haben, also stellten auch wir uns geduldig in die Reihe der Wartenden und schüttelten einem wieder glänzend gelaunten Morten Hansen die Hand. Um 19.00 Uhr sollten wir schon in der Casablanca-Bar sein, dort wurden wir bereits von Phoenix-Mitarbeitern erwartet. Ja, und dann kamen unsere Tischherren des heutigen Gala-Abends: der Kreuzfahrtdirektor Joe Liemberger, der Hoteldirektor Michael Schönherr, Christian Adlmaier von Phoenix-Reisen und Morten Hansen, der Kapitän der Albatros. Zusammen mit drei weiteren Paaren, die ebenfalls mit uns am Tisch sitzen würden, waren wir also insgesamt 12 Personen. Wir waren schon etwas nervös, als man uns vorstellte, aber die Gastgeber waren alle gleichermaßen unkompliziert, offen und herzlich, so dass etwaige Berührungsängste erst gar nicht aufkamen.
 
Bild: Helmut Hafner
Gemeinsam gingen wir dann ins Restaurant „Pelikan“, das schon voll besetzt war. Vorbei an zum Teil staunenden Passagieren marschierten wir an den Kapitäns-Tisch, an dem schon eine ganze Armada von Kellnern auf uns wartete. In den folgenden drei Stunden wurden wir nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Edle Weine, raffinierte Vorspeisen, ein auf der Zunge zergehendes Rinderfilet oder ein Schneeball mit marinierten Erdbeeren verwöhnten unsere Gaumen und ließen sie Purzelbäume schlagen. Am Ende wurde auch noch der von Morten Hansen so geliebte Aquavit, der schon den Äquator überquert hat, ausgeschenkt. Wir verbrachten einen unvergesslichen Abend in dieser außergewöhnlichen Runde, um den uns sicher viele Mitpassagiere beneideten. Der nächste Tag verlief ungewollt ruhig, wir verbrachten ihn erneut auf See, weil das erste Ziel Gallipoli wegen des hohen Seegangs nicht angesteuert werden konnte. Sicherheit geht nun mal vor! Der erste Hafen Valletta wartet nicht nur mit einer atemberaubenden Einfahrt auf die Kreuzfahrer, auch die Stadt selbst hat viel, vor allem historische Bauwerke zu bieten.
 
Und weil Malta in diesem Jahr seine 10-jährige EU-Mitgliedschaft beging, wurde ein 30 Minuten dauerndes Feuerwerk abgeschossen, das wir mit der Albatros in der ersten Reihe erleben durften. Mit farbenfrohen Raketen, unzähligen Böllern und zu den Melodien der Beatles und ABBA feierten wir mit tausenden Maltesern in den Geburtstag meiner Frau hinein. Ein wahrhaft zauberhafter Einstieg in ein neues Lebensjahr! So zauberhaft wie in den ersten Tagen verlief die gesamte Kreuzfahrt. So durften wir z.B. eine einstündige Brückenführung mit Kapitän Hansen mitmachen, in deren Verlauf er uns mit der ihm eigenen Leichtigkeit viel über das Innenleben „seines Schiffs“ und über die Schifffahrt im Allgemeinen erzählte.
 
Albatros Geburtstagskuchen Bild: H.Hafner
Nach vielen neuen Eindrücken, die wir in Algier, Cadiz, La Coruna, Dover und Ijmuiden sammeln konnten, endete die Kreuzfahrt mit einem weiteren Feuerwerk anlässlich des Hamburger Hafengeburtstages. Die Reise endete am nächsten Tag in Bremerhaven, wo wir von Bord gehen mussten und mit dem Bus die Heimreise antraten. Fazit: Die Sorgen, dass wir uns auf einem Schiff, das kein Casino oder eine große Wasserrutsche hat, langweilen würden, waren vollkommen unbegründet.
 
Die Albatros ist nämlich noch ein „richtiges“ Kreuzfahrtschiff, das man komplett umrunden kann, ohne die Decks wechseln zu müssen. Trotz seiner 41 Jahre ist es wirklich prima in Schuss und auch wenn sie lediglich über dreieinhalb Sterne verfügt, ist eine Kreuzfahrt mit ihr nach unseren Erfahrungen doch etwas ganz Besonderes. Dafür sorgen nicht zuletzt eine hoch motivierte Crew und natürlich die aus der Fernsehreihe „Verrückt nach Meer“ bekannten Gesichter, allen voran Kapitän Morten Hansen. Gute Laune und Freundlichkeit sind auf der Albatros keine Fremdwörter, sondern sie begegneten uns überall. Besonders hervorzuheben sind auch die ausgezeichnete Küche und der Service, den wir in dieser Art noch auf keinem anderen Schiff erlebt haben.
 
Berücksichtigt man ferner die sehr moderaten Getränkepreise und die im Vergleich zu anderen Anbietern überschaubaren Kosten für die Ausflüge, erhält man ein Gesamtpaket, das große Freude bereitet. Kein Wunder, dass die Albatros viele „Wiederholungstäter“ anlockt. Der Slogan „Willkommen zu Hause“ ist bei Phoenix kein fahrlässig hinaus posauntes Werbegag, sondern ein Versprechen für unvergessliche Urlaubstage. Die nächste Reise „Mittelmeer intensiv“ haben wir daher schon gebucht.
 
Helmut Hafner

Kategorien: Helmut hafner, Kurzgeschichten, ms albatros, Phoenix kreuzfahrten, Phoenix Reisen, Reisebericht

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2 Kommentare - “Reisebericht von Helmut Hafner: Mit der Albatros von der Venezianischen Lagune zum Hamburger Hafengeburtstag”

  1. 22. Oktober 2014 um 15:11 #

    Ich kenne Helmut schon so einige Zeit, wenn auch nicht persönlich. Ich nehme ihm aber jedes Wort ab. Da wir selbst mit der Albatros noch nicht gefahren sind, konnten wir noch keine Eindrücke gewinnen. Ich kann aber aus seinem Bericht heraus lesen, dass wir unterschiedliche Prioritäten setzen. Von daher kommt von mir zwar Anerkennung für seinen Bericht, allerdings mit der Anmerkung, dass ich hier nur teilweise, ein für uns geeignetes Schiff erkennen kann. Dieses beziehe ich insbesondere auf das Preis – Leistungsverhältnis, beim Versuch auch bestimmte Kabinenvoraussetzungen zu erfüllen.

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  2. 22. Oktober 2014 um 18:50 #

    Nach 4 Reisen und 11 334 Seemeilen kann ich jede Zeile dieses Berichtes nur bestätigen. Bei meinen Reisen mit Phoenixreisen seit 1990 fühle ich mich immer wieder „wie Zuhause“. Vielen Dank Helmut Hafner für diesen interessanten, nicht übertriebenen Bericht.

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