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Wilde Spekulationen um die Delphin, die Astor und die Deutschland – wie kann es es weitergehen?


Es wird zur Zeit viel geschrieben in der Presse und den sozialen Netzwerken zu diesen 3 Schiffen. Es sind Emotionen im Spiel, es wird spekuliert mal mit mehr und mal mit weniger Sachverstand.

Sicher ist auf jeden Fall, das keines dieser Schiffe alleine ein Chance hat, aber was noch viel wichtiger ist, in den letzten Jahren keine Chance hatte! 

Keiner der Eigner war bereit sich mit einem Anderen zusammen zutun. Falscher Stolz, sinnlose Konzepttreue und nicht zuletzt persönliche Befindlichkeiten haben zu diesem Ergebnis geführt.  A.Nothegger von TransOcean hatte versucht diese Gespräche zu führen. Das Ergebnis war, das FTI, das beste Personal von der Astor einfach weggekauft hat. 

Warum FTI überhaupt ins Kreuzfahrtgeschäft eingestiegen ist, bleibt immer noch offen. Gewinne fahren Sie sicher mit der Berlin noch nicht. Vielleicht kann es jetzt ein Weg sein, die Deutschland zu übernehmen um eine Flotte zu bauen. Die Delphin scheint dort aber nicht rein zu passen.  Als drittes evtl. noch die Astor, wenn CMV mitspielt.
Als möglicher Käufer für die Deutschland kommt auch Phoenix Reisen in Frage. Allerdings würde dann vom Stil der alten Deutschalnd nicht viel übrig bleiben. Das ZDF könnte aber weiter auch mit Phoenix Reisen fahren.
Bei Deilmann wurden Versuche das Schiff auszuflaggen und damit Geld einzusparren vom eigenen Kapitän torpediert. Die Politik immer mit grossen Worten dabei, sonst aber nichts..! Glück im Unglück für die Deutschland… Flagge noch deutsch, also zahlt das Arbeitsamt jetzt die Gehälter! Nun ist Karre komplett vor die Wand gefahren. 
Ergebnis: MS Deutschland vor dem kompletten aus, kein Geld mehr für Werft oder gar Schiffstüv, MS Delphin liegt mangels Einsatzmöglichkeiten und Käufer ebenfalls vor der Werft, Ergebnis offen, Die Astor fährt noch einmal nach Australien und wird vermutlich sich einreihen in die Flotte von CMV.  
Wer soll die Deutschland kaufen? Ein Schiff mit 56 Millionen Euro Schulden, das vermutlich nicht einmal die Hälfte wert ist? Wer soll die Delphin kaufen? Ein Schiff das extrem teuer in der Haltung ist und auch hier erst einmal wieder 15-20 Mio aufgetrieben werden müssen?

Claus Blohm

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Kategorien: das Traumschiff, Deilmann, insolvenzen, MS Astor, MS Delphin, MS Deutschland, pleiten

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5 Kommentare - “Wilde Spekulationen um die Delphin, die Astor und die Deutschland – wie kann es es weitergehen?”

  1. 13. November 2014 um 11:09 #

    Die Deutschland geht irgendwo für 10-15 Millionen Euro über die Ladentheke und ist dann komplett frei von jeglichen Schulden. Ist also durchaus ein lohnendes Geschäft. Man wird sie m.E. ausflaggen und im vier Sterne Segment ansiedeln und damit Geld verdienen.

    Die Delphin liegt preislich bei 5-6 Millionen Dollar, da braucht man keine 15-20 Millionen Euro – die bräuchte man wenn man sie umfangreich umbaut und hat dann schon die Gründung eines Veranstalters mit schönem Marketingbudget hinter sich.

    Bei der Astor läuft m.E. alles nach Plan. Ich glaubte nie daran das CMV das Deutschlandgeschäft übernehmen wollte sondern es als notwendige Mitgift gesehen hat und nun wohlmöglich für einen guten Kurs das Schiff übernimmt und nach England bringt.

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  2. Peter Stilbach
    13. November 2014 um 11:44 #

    Kreuzfahrtenkenner haben die Situation vorausgesehen. Empfohlen wurde alle kleinen Seereisenveranstalter „unter einem Dach“ (Verwaltung, Catering…), Aber die Reedereien waren dazu nicht bereit und fahren ihr Schiffe lieber in die Pleite. Was sind das nur für Geschäftsführer. Der Werftaufenthalt im November wurde auch abgesagt. Kommt wohl nur ein Verkauf oder Versteigerung in Frage.
    Man darf gespannt sein über die Zukunft des „Traumschiffes“.
    Armer Peter Deilmann, gut das er das nicht erleben muss.
    Probleme auch mit der „Astor“. Die nächste Insolvenz.
    Früher hatte Transocean TOURS erfolgreich 2/ 3 Schiffe betrieben. Die jetzigen Geschäftsführer von TransOcean schaffen das noch nicht mal bei einem Schiff.
    Erfolgreich dagegen die „Berlin“. Sogar der sehr beliebte Hoteldirektor Larry Jackson ist dort zugestiegen. Die „Berlin“ hat eine super Führungsmannschaft und Crew..

    Peter Stilbach, ehem. Proviantmeister der „Berlin“ (Deilmann)

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  3. Anonym
    13. November 2014 um 18:02 #

    So toll die „alte“ Crew der Astor auch war und ist (nun halt auf der Berlin), ist es doch völlig kurz gegriffen, davon den Erfolg des Schiffes abhängig zu machen. Niemand wird jünger und zwangsläufig muss es Änderungen geben. Davon abgesehen, ist die derzeitige Astor-Crew ebenfalls super Arbeit macht. Ob die Berlin wirklich so erfolgreich ist, wird woran bemessen? Wenn man sich teilweise deren Dumingpreise anschaut, bezeifel ich, dass sie alleine tragfähig ist und FTI nicht Geld quer rüberschiebt…

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  4. Peter Stilbach
    14. November 2014 um 11:40 #

    Hallo Herr Ribitsch,

    ich habe Sie 1990 auf der „Berlin“ als Hoteldirektor kennen gelernt. Sie sind sympatisch und humorvoll. Ich war im Proviant. Ihr obiger Kommentar ist interessant, Darauf möchte ich gerne antworten. Wie man Besatzungsmitglieder erlebt und einstuft ist auch immer eine persönliche „Geschmackssache“. Ich hatte Larry Jackson mehrmals auf der „Astoria“ getroffen. Er kam bei den Gästen und der Crew sehr gut rüber. Seine Vergangenheit und wie Sie mit ihm klar kamen, ist Ihr Empfinden. Menschen können sich ändern. Soviel ich weiß ist die Insolvenz von Transocean Tours durch den Maschinenausfall der „Astoria“ zustande gekommen. Sehe ich das so richtig? Ist dann auch vielleicht etwas „höhere Gewalt“. Zur „Berlin“: Ich war im Juli 2013 an Bord und sehe bei meinen Reisen die Schiffe mit anderen Augen als ein normaler Gast. Ich hatte damals viele Vorschläge gemacht und auch was verändert werden kann/ muss. Letzten Winter wurde einiges in der Werft getan. Das werde ich im Juli 2015 erleben und kritisch beobachten und darüber berichten. Zu den Führungskräften. Die haben Sie etwas negativ dargestellt und vielleicht auch erlebt. Auf meiner Fahrt war das ganz anders. Auch die gesammte Crew war sehr freundlich und hilfsbereit (besonders die Rezeption). Zur Kreuzfahrtdirektorin: sie singt wirklich gut und ist auch sympatisch, hat aber ihre Ansichten. Im Gespräch sagte sie mir u. anderem, kein Radiowecker, keine Seekartenverlosung, kein Innenschwimmbad (jetzt Fitness) usw. Ein grösserer Kritikpunkt von mir war z. B. der Spätimbiss, immer das gleiche, keine Abwechslung (2013). Das Essen in den Restaurants war sehr gut. Ich konnte auch die Provianträume besichtigen. Das Fahrgebiet Rotes Meer sehe ich auch skeptisch entgegen. Sonnenklar.TV macht ordentlich Werbung mit Dumpingpreisen. Mein „Berlin“-Bericht ist hier unter „private Reiseberichte“ zu lesen. Die „kleinen“ Schiffe (z. B. Astor, Deutschland, Delphin, Berlin) hätten eine bessere Chance gehabt „alles unter einem Dach“, mit Catering, Verwaltung usw. Nun darf man gespannt sein was aus den Schiffen in der Zukunft wird. Wie wird sich Herr Rademann verhalten mit den Traumschiff-Drehs.
    Es hat mich gefreut etwas von Ihnen zu hören, auch wenn wir teilweise verschiedene Ansichten haben.
    Viele Grüße aus der Lüneburger Heide von Peter Stilbach

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  5. 15. November 2014 um 00:32 #

    dieser Kommentar wurde gelöscht weil es sich um persönliche Angriffe handelt.

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