update 19.11.2014 – Wirtschaftskrimi um die MS Deutschland – Flucht nach Gibraltar? falsche Gutachten?


update 17.11.2014:

Falsche Prospekte? Unseriöse Bewertungen? Eine Münchner Kanzlei hat herausgefunden:

Zitat: Das gegenteilige „Wertgutachten“ über vorgeblich € 100 Millionen US-Dollar umfasst gerade einmal 2 Seiten und wurde für eine Preis von 450,00 € erstellt. Von einem fundierten Wertgutachten kann somit keine Rede sein“, so der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Christian Luber, LL.M., M.A., von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Büros in München, Berlin und Zürich

Lesen Sie hierzu:  http://www.cllb.de/cllb-rechtsanwaelte-berichten-der-albtraum-geht-weiter-neuigkeiten-vom-traumschiff-ms-deutschland-beteiligungsgesellschaft/

 
 

14.11.2014
 
Was passiert hier eigentlich gerade? Die verantwortlichen Investoren reiten die Firma in die Insolvenz bis auf den letzten Euro? Christopher Nolde der es hat  wahrscheinlich kommen sehen, wird schnell abgesägt? Es wird eine Anleihe für 50 Mio. Euro aufgelegt für ein Schiff, das nicht einmal die Hälfte wert ist?
 
Da werden Anleger bewusst geprellt? Diese Frage muss man stellen, da es ja sonst kein anderer tut, scheinbar? Bis zur letzten Minute wird die Story mit dem Umbau in der Werft aufrecht erhalten, obwohl seit Wochen klar sein muss, es ist kein Geld dafür dar. Wie der Insolvenzverwalter beschreibt ist die ganze Anleihe – Summe bei irgendwelchen Banken verschwunden.  Zitat süddeutsche Zeitung:
 

„Was aber ist aus dem Geld der Gläubiger, die einst die Anleihe erworben haben, geworden? Von 50 Millionen Euro, erklärt der Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber, landeten 23 Millionen bei der Deutschen Bank, zwölf Millionen gingen an die MSM Downing aus dem Umfeld des früheren Schiffseigners Aurelius, knapp eine Million bekam die Quiring Bank als Verkäufer der Anleihe. Nicht mal die verbleibenden knapp fünf Millionen Euro flossen als frische Mittel ins Schiff, sie wurden für den Ausgleich des Verlustes 2013 verwendet. Ein Anlegervertreter spricht von einem „großen Raubzug“, nach Ansprüchen aus der Prospekthaftung wird gefragt und strafrechtlich relevanten Handlungen.“

 
 Alles das wird auf dem Rücken und dem guten Ruf der Crew der MS Deutschland ausgetragen.

Derzeit deutet vieles darauf hin, dass das „Traumschiff“ verkauft wird. „Die gute Nachricht ist, dass wir jetzt in der Lage sind, das Schiff lastenfrei zu verkaufen“, sagte Schmid-Sperber. Sollte kein Investor gefunden werden, könnte jedoch im schlimmsten Fall der Notverkauf – also die Versteigerung – drohen.“

Aber was ist daran eine gute Nachricht?……..

 

Jetzt wurde das Schiff scheinbar in einer Nacht und Nebelaktion nach Gibraltar verlegt, weil es dort besser versteigert werden kann? Wie ist das den möglich? Das Schiff ist massiv mit Schulden belastet und sollte eigentlich zur Sicherung der Anleihe an die Kette!
Hoch interessant auch die Aussage, das Callista wieder zu den Bietern gehören wird…? Wenn es stimmt, hat man sich so geschickt die Anleihe vom Hals geschafft und macht dann weiter? Na wenn das nicht nach Betrug riecht?
 
Da sammeln sich nun gerade die Geier um die Deutschland, von denen jeder hofft ein Schnäppchen zu machen. Klar ist aber auch die Deutschland ist auf Grund Ihrer Ausstattung kein einfaches Schiff.
 

„Die Buchungslage sei gut, sagte Schmid-Sperber. „Nur sechs von über 2000 Buchungen wurden storniert.“ 

 Man kann es schön reden, aber 2000 Buchungen für welchen Zeitraum? Für ein Buchungsjahr eher schlecht!

 
Da frage ich mich wer nun den Standortwechsel des Schiffes  so angeordnet hat, der deutsche Insolvenzverwalter? Und warum macht eine Kapitän so was mit?  Der sollte doch eigentlich vermögen sichern und nicht zerstören? 
Hier wird Geld verbrannt auf Kosten des deutschen Steuerzahlers….ein Fall für den Staatsanwalt!

Einzig wirklich sinnvoller Investor wäre nun Phoenix Reisen, dort wird man sich aber sicher nicht unter Druck setzen lassen.

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Kategorien: Callista, Christopher Nolde, insolvenzen, MS Deutschland, MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft, wirtschaftkrimi

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2 Kommentare - “update 19.11.2014 – Wirtschaftskrimi um die MS Deutschland – Flucht nach Gibraltar? falsche Gutachten?”

  1. 15. November 2014 um 19:24 #

    So geht es leider, wenn ein Objekt – hier ein Kreuzfahrtschiff – zum Lustobjekt spekulativer Aktienbesitzer , Banker und geldgieriger Unternehmenseigner – wird. Das hat nichts mehr mit mit hanseatsichen Tugenden zu tun. Schade nur, das diese Geldgeier nun auch auf dem Kreuzfahrtmarkt Fuß fassen.

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  2. Anonym
    19. November 2014 um 23:11 #

    Na wenn die zwei Damen Deilmann den Laden mit Vollgas und ohne Ahnung von dem Geschäft an die Wand fahren, passiert so was.

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