Kreuzfahrten 2016-17… wo Licht ist, da ist auch Schatten!


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Kreuzfahrten werden billiger…die Kapazitäten steigen. Kreuzfahrt ist zum Massengeschäft geworden. Nur noch wenige Schiffe kann man wirklich als Kreuzfahrer bezeichnen. Viele neue Schiffe sind angekündigt! Freizeitparks auf See! Die Kreuzfahrt wird immer mehr Spaßgesellschaft.  Mit Wehmut sieht man die kleinen Klassiker scheiden. MS Delphin, MS Deutschland oder MS Azores sind die Opfer der neuen Spassgesellschaft. Seefahrtromantik Ade!

Allerdings gibt es auch immer mehr Probleme….Erste Risse im Lack der Kreuzfahrtindustrie?  AIDA Cruises hat massive Probleme mit den Neubauten. Es wird verschoben….viel Ärger mit bereits gebuchten Passagieren. Michael Ungerer muss seinen Präsidentenjob bei AIDA für den Nachwuchs räumen. Ob das eine was mit dem anderen zu tun hat?

MSC, NCL und Costa routen Schiffe um. Da gibt es plötzlich Krisengebiete. Und wieder müssen Reisebüros Ihren Kunden erklären, das nicht alles so läuft wie gebucht. Dieser Tage fragen Sie vielleicht nicht nach einer Kreuzfahrt im Reisebüro!

Umweltaktivisten machen den Reedereien, das Leben schwer…da hat es auch nicht wirklich geholfen sich Reedereien Ex Aktivisten/innen einkaufen. Leider geraten nun auch die kleineren Reedereien weiter unter Druck. Auch wenn die eine oder andere Reederei noch gut da steht, wird dies nicht so bleiben. Schon jetzt sieht man deutlich, wie an allen Ecken und Kanten gespart wird. Besonders gutes Personal ist nur schwer zu kriegen. Und gerade jetzt müssen die kleineren Reedereien stark sein und durch guten Service und individuellen Service überzeugen.

Die großen Gesellschaften wie AIDA oder TUI sollten vielleicht einmal darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, immer grössere Schiffe zu bauen dessen Auslastung noch nicht gesichert ist. Es wirkt schon ein wenig ideenlos ständig die gleichen Schiffe zu bauen.  Es geht nur noch um Masse! Wenn Sie dann am Nachfragen …Heißt es so schön: „Der Markt wächst schneller als die Kapazitäten“.   Aber richtige Antworten?

Dann muss ich immer wieder die Frage stellen, wie das mit der Sicherheit funktionieren soll. Präsentiert bekomme ich dann immer schöne Konzepte und Rettungspläne…aber in der Praxis weiss keiner, was wirklich passiert wenn nur 1500 Menschen in Panik geraten.

Ja und dann sind da noch viele alte Häfen die Ihre Hafenanlagen umbauen und damit das alte Stadt/ Hafen -Bild vernichten. Schön zu beobachten in der Karibik, wenn 15 000 Urlauber gleichzeitig auf eine Insel einströmen.

Aber auch auf Europas Flüssen ist ein ruinöser Preiskampf zu beobachten. Während Neueinsteiger wie Dennie Schmidt von Anfang an keine Chance hatten, müssen andere seit Jahren etablierte Schiffe abgeben oder gar still legen. Andere Anbieter wie Nicko müssen sogar in die Insolvenz. Man hangelt sich von Jahr zu Jahr.

Ja ich denke kritisch und stelle Fragen, aber trotzdem liebe ich die Kreuzfahrt. Vielleicht lassen sich die Konzepte ja ändern, vielleicht muss man ja nicht nur auf Masse gehen. Wie denkt Ihr darüber?

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Kategorien: Claus Blohm, nachgedacht

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One Comment - “Kreuzfahrten 2016-17… wo Licht ist, da ist auch Schatten!”

  1. Peter Stilbach
    20. August 2015 um 21:22 #

    Hallo Herr Blohm,
    Ihr Bericht zur Kreuzfahrtenindustrie ist sehr interessant und vertritt auch meine Meinung.
    Ein paar Megaschiffe gleichzeitig mit zehntausenden Menschen bringen nur Massenabfertigung in den Häfen und Inseln. Die Shops und Boutiquen sind dann überfüllt. Aber soweit denken viele nicht. Sie sehen nur den Spaßfaktor an Bord und den „billigen“ Einstiegspreis. Und ohne Englischkentnnisse kommen weitere Probleme auf einen zu.
    Natürlich ist das Essen oft sehr gut. Aber tausend Gäste gleichzeitig im Hauptrestaurant mit viel Stimmengewirr und Geschirrgeklapper stelle ich mir nicht harmonisch vor. Ruhe auf den Sonnendecks in den Liegestühlen, fehlanzeige, eher Partystimmung (mal ganz schön, aber ständig?). Gut das es noch einige kleine Schiffe auf dem deutschen Markt gibt.
    Ich denke ganz gut in Fahrt sind die Schiffe von Phoenix, die „Berlin“, „Ocean Majety“, „Hamburg“, Hapag-Lloyd, hoffentlich auch die „Astor“. Man darf gespannt sein wie die Entwicklung weiter geht.

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