Nach(t)gedanken: Der Weg von AIDA führt…


c5351-costaDer Weg von AIDA ist nicht einfach. Zunächst als Außenseiter – der Start mit einem Schiff. Der Erfolg war zunächst mäßig, aber mit Geduld und ein bisschen „mit dem Schiff jonglieren“ bekommt AIDA die Kurve.

AIDA wird zum riesigen Erfolg. Keine Marke auf dem deutschen Markt ist so emotional an Ihre Kunden gebunden. Das waren die Clubschiffzeiten. Gäste besuchten die AIDA um Gesichter wie Birdy, Ninette, Funda oder gar Kerstin zu treffen. Diese Menschen machten das Produkt AIDA erfolgreich!

Nun kommt es aber wie es kommen muss. Die Reederei muss wachsen, die Gäste sollen nicht einzelner Personen wegen kommen, sondern wegen des Produktes AIDA. Zunächst sieht es auch so aus als wenn es mit der VITA und der AURA gerade so weitergehen kann. Es gibt auch Experimente mit der Marke A-Rosa. Hier auf der A-Rosa lernte ich übrigens auch den heutigen AIDA Chef kennen der als Crewpurser arbeitete. Ich kann also bestätigen Felix Eichhorn ist ein Kind der ersten Stunde bei AIDA.

Auch wenn Arosa erfolgreich zu werden scheint, wird die Hochseemarke wieder eingestampft, man möchte nicht 2 Marken verkaufen.

Wie geht’s weiter? Größere Schiffe folgen. AIDA wird zum Massenprodukt und wird nun auch so vermarktet. Nie war eine Kreuzfahrt so billig. Derzeit betreibt AIDA 10 Schiffe, mit der neuen Prima werden es 11 sein.

Die Konkurrenz schläft nicht. Richard Vogel ein ehemaliger AIDA Manager stampft mit zähem Ringen aber dann doch mit Erfolg TUI-Cruises aus dem Boden. Inzwischen betreibt TUI Cruises, auch schon 4 Schiffe, weitere  Schiffe sind in Bau oder schon bestellt. Das ist der Start des großen Kampfes der Giganten.  AIDA zu Carneval gehörend und TUI-Cruises zu Royal Caribbean gehörend, kämpfen fortan um den deutschen Massenmarkt.

Interessant aus meiner Sicht ist, das es nicht um neue Innovationen geht, sondern einfach nur um Masse,  auch TUI-Cruises lässt eine Kopie nach der Anderen bauen. So wird vermutlich Mein Schiff 23 genau so aussehen wie mein Schiff 8.

Die Preise fallen weiter! Viele kleine Reeder müssen aufgeben. Der Preiskampf ist nicht haltbar für die kleinen Reeder.

AIDA selbst verwässert immer mehr das eigene Produkt um es massentauglich zu machen.

Das Clubschiff wird abgeschafft, man  nähert sich in vielen Dingen der Muttergesellschaft COSTA an. Inzwischen  so intensiv das ganze Abteilungen zusammengelegt werden. Das macht sicher wirtschaftlich Sinn, aber für die Emotionen der Marke? Da  muss man sich nur mal die neuen Werbespots ansehen. Da könnte man am Ende auch jede andere Marke, oder jedes andere Schiff, einblenden.

Da hätte ich als Verkäufer im Außendienst (die jetzt beides verkaufen sollen) schon Probleme, welcher Marke gebe ich denn nun den Vorzug?

Weitere denkwürdige Entscheidungen folgen! Da wäre besonders interessant, weil bis heute noch nicht wirklich erklärt, der Weg nach Japan um neue Schiffe bauen zu lassen. Ein riesiges Fiasko, dessen folgen immer noch nicht ab zusehen sind.

Aller neuster Trend, dem sich auch AIDA nicht verschließt, ist China. Auch das eine Entscheidung über die noch gesprochen werden muss. Spätestens dann wenn das Schiff wieder zurück kommt.

Emotionen teilen Sie demnächst bei AIDA an Bord mit Robotern, das spart weiter Personal. Auch die aktuellen Schlagzeilen um einen Rentner der mit AIDA reisen wollte machen die Reederei nicht sympathischer! Im übrigen nicht das erste Mal. Dabei geht es nicht einmal darum wer im Recht ist sondern wie man damit umgeht!

Klar sind das Einzelfälle, aber wie lange hat AIDA gebraucht um zu reagieren?

Vermutlich ist es aber so, dass wirklich wichtige Entscheidungen gar nicht mehr in Rostock auf den Tisch kommen. Entschieden wird in den USA oder in Genua. Das macht die Manager in Rostock zu besseren Abteilungsleitern.

Fazit: AIDA Cruises muss aufpassen, die eigene emotionale Identität, die das Unternehmen erfolgreich gemacht hat nicht ganz zu verlieren. Am Ende bleibt ein Billigmassenanbieter, wenn das so gewollt ist wünsche ich viel Erfolg!

 

 

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Kategorien: AIDA-Cruises, Allgemein

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