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HL Cruises spricht von Notwehr…

spitsbergen-970110_960_720Während eines Landganges des Expeditionschiffes MS Bremen, wurde ein Eisbär in Notwehr erschossen. Das schlägt nun hohe Wellen. Das ist gut und richtig!

HL Cruises verkauft für sehr viel Geld Expeditionskreuzfahrten an vermögende Gäste. Natürlich möchten diese auch etwas aussergewöhnliches erleben, trotzdem sollte man darüber nach denken, ein solche Art von Ausflug einfach aus dem Programm zu nehmen.

Wofür sollte den der Ausflug eigentlich dienen? Dazu macht die Reederei keine Angaben. Übrigens ist HL Cruises, aus meiner Sicht nicht unbedingt Vorreiter was Umweltschutz angeht… oder was soll das mit den Kreuzflügen rund um die Welt?

 

Offizielle Stellungnahme der Reederei:

Informationen zum aktuellen Vorfall auf Spitzbergen – MS BREMEN

Am Samstag ist es bei einem Landgang während einer Reise mit der BREMEN zu einem Vorfall gekommen, den wir sehr bedauern. Denn Hapag-Lloyd Cruises ist seiner Verantwortung bei Reisen in den sensiblen Gebieten und dem respektvollen Umgang mit der Natur und Tierwelt sehr bewusst.

Zum Vorfall kam es, als das vierköpfige Eisbärenwächter-Team, das bei diesen Reisen wie gesetzlich vorgeschrieben immer an Bord ist, einen Landgang vorbereitet hat. Dabei ist einer der Wächter von einem Eisbären, der nicht gesichtet werden konnte, überraschend angegriffen worden und konnte selbst nicht mehr reagieren. Da die Versuche der anderen Wächter, das Tier zu vertreiben, leider nicht erfolgreich waren, musste aus Gründen der Notwehr und um das Leben der angegriffenen Person zu schützen, eingegriffen werden. Der Betroffene ist umgehend medizinisch versorgt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus ausgeflogen worden. Wir sind mit ihm im persönlichen Kontakt. Sein Zustand ist stabil, er ist ansprechbar und außer Lebensgefahr.

Um die Situation näher darzustellen: Spitzbergen ist ein großes Gebiet, ungefähr anderthalb mal so groß wie Dänemark. An einigen, wenigen Stellen sind Anlandungen möglich. Diese dienen aber nicht der Eisbären-Beobachtung, im Gegenteil. Eisbären werden nur von Bord der Schiffe, aus sicherer Distanz beobachtet.

Landgänge finden nur an wenigen ausgewählten Orten statt, um die einzigartige Naturlandschaft zu erleben. Um einen solchen Landgang vorzubereiten, findet zunächst eine Sichtung der Anlandungsstelle durch die Eisbärenwächter mit Ferngläsern von Bord aus statt. Erst wenn keine Eisbären dabei gesichtet wurden, gehen zunächst die Eisbärenwächter als Gruppe und ohne Passagiere an Land, richten eine Landstation ein und begehen nochmal die Gegend, um sicher zu stellen, dass keine Eisbären da sind. Sofern ein solches Tier gesichtet wird, würde der Landgang nicht stattfinden.

Hapag-Lloyd Cruises hat für die Rekonstruierung und Aufklärung des Vorfalls vor Ort intensiv und kooperativ mit den norwegischen Behörden gearbeitet und wird dies weiterhin tun.

Hapag-Lloyd Cruises reist seit vielen Jahren mit einer erfahrenen Crew in diese Destinationen. Das Unternehmen wird in den Destinationen als verantwortungsbewusster Partner respektiert und klärt seine Gäste durch mitreisende Experten über die Verhaltensweisen in diesen Gebieten aktiv auf. Es tut uns sehr leid, dass es zu diesem Vorfall gekommen ist.

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Categories: Hapag Lloyd Kreuzfahrten, kreuzfahrtnews

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