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PRO7 uncovered – Thilo Mischke nimmt die „angeblich“ harten Arbeitsbedingungen unter die Lupe ….

PRO7 uncovered – Thilo Mischke nimmt die „angeblich“ harten Arbeitsbedingungen unter die Lupe ….
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Ahnung vom Kreuzfahrtgeschäft hat er nicht. Jemals an Bord eines Schiffes hat er auch nicht gearbeitet.  Es ist sicher gut gemeint aber ist nicht wirklich sinnvoll.  Wie üblich gibt es bei solchen angeblichen Enthüllungsberichten, viele Halbwahrheiten. (Heute Pro Sieben 22.15)

P & O

Ja ein Mitarbeiter in der Spülküche verdient nicht viel. In Deutschland aber auch nicht. Aber wie viele Stellen gibt es in Spülküchen. Da hat Herr Mischke den letzten Job überhaupt erwischt. Wie viele  Philippinos betrifft das? (nicht einmal 2 %) Zu den genannten Bezügen kommen Trinkgelder, Verpflegung und Unterkunft, kostenlose medizinische Versorgung und die An und Abreise. Davon spricht Herr Mischke nicht. Übrigens verdient auch deutschen Schiffen keiner weniger wie 990 Dollar + Nebenleistungen.

Zusätzlich gibt es deutliche Unterschiede unter den Reedereien.

Auf deutschen Schiffen gibt es Dienstpläne bei denen auch die philippinischen Kollegen freie Zeiten haben.

 Mischke spricht von Rentner „graue“ Welt und fällt eher durch respektlose Sprüche auf, oder was soll das mit dem Rentnerpaar das sich einen Stuard auf die Kabine holt? 

Was will uns nun dieser Bericht nun eigentlich sagen? Kantine, Wäscherei, verbotene Zone, ach was überall gibt es Kameras? Es muss gearbeitet werden? Ach was. Übrigens ist der Job an Bord eines Kreuzfahrtschiffes nicht nur für philippinische Kollegen hart sondern auch für deutsche und andere Kollegen.

Was völlig fehlt ist der Vergleich, der Arbeitsbedingungen auf den Philippinen selbst. Da kommt der dann der völlig unangebrachte Vergleich mit dem deutschen Mindestlohn. Es gibt auch keine deutsche Reederei die philippinischen Kollegen nur 400 $ zahlt. 

Fazit: Dieser Bericht gibt keine neuen Informationen. Keine tollen Geheimnisse, keine Skandale. Dieser Bericht greift 1 oder 2 Einzelschicksale auf. Aber alle diese Informationen sind bekannt. Hier wird versucht aller Wallraff einen Fall zu inszenieren. Man spricht von „Der Maulwurf, der Kontaktmann..“.so soll alles geheimnisvoll erscheinen.  Mal spricht man von begehrten Jobs dann wieder….von Abzocke. Echte Recherche fehlt, das hätte auch viel positives ans Licht gebracht. 

Schließlich kommt doch noch die Info wie viele Milliarden Dollar philippinische Seeleute nach Hause überweisen.  Selbst das der Job auf See doch zu Wohlstand nach philippinischen Maßstäben führen kann, wird dann letztendlich doch noch eingeräumt.

Natürlich gibt es wie in jeder Branche „schwarze Schafe“, der Bericht zeigt dann aber auch das der Job, wenn er über eine seriöse Agentur vermittelt wird durch aus zur Kariere beitragen kann. Keiner wird gezwungen.

Diese Bilder könnten man auch in jeder deutschen Ferienanlage so drehen!

Ich kenne viele philippinische Kollegen die immer wieder zur See fahren, weil es ein guter Job ist im Verhältnis zu den Philippinnen. Viele philippinische Kollegen machen Karriere andere aber eben auch nicht.  Natürlich kann nicht jeder Karriere machen.

Fakt ist: Herr Mischke, es ist nicht alles Gold was glänzt, es ist ein harter Job, wie so viele andere Jobs auch, Wer gut ist kann Karriere machen. Und ja es gibt Probleme, aber auch in Deutschland und anderswo in vielen Jobs. Der negative Grundton der Berichterstattung ist einfach falsch.

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Categories: kreuzfahrtnews

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3 Comments on “PRO7 uncovered – Thilo Mischke nimmt die „angeblich“ harten Arbeitsbedingungen unter die Lupe ….”

  1. Bose-Waluyo Barbara
    28. November 2018 at 00:09 #

    Mein Mann stammt aus Indonesien und fuhr 10 Jahre zur See ich bin Deutsche und fuhr 7 Jahre!Die indonesischen Vermittler akzeptieren keine Dumpinglöhne,darum werden so viele Philippinos angeheuert,weil sie billiger sind.Wir arbeiteten beide im Service und hatten einen guten Grundlohn.Vom Trinkgeld,was ebenso sehr gut war,gaben wir der Spülküche und Wäscherei immer etwas ab.Ein ungeschriebenes Gesetz!Wir hatten oft Landgang,freie Kost,Logis.9 Monate Arbeit,3Monate frei mit sehr gutem Urlaubsgeld!Man lebt vom Tipp,die Heuer geht aufs Konto(homealotment)!Bei uns waren auch Philippinos,denen es sehr gut ging!Harte Arbeit wie an Land,aber gelebt wie die Made im Speck!!Sonst wären wir nicht so lange gefahren und haben heute noch eine Gruppe auf FB!Der Bericht ist sehr einseitig!Barbara und Yani Bose-Waluyo

  2. Annika Müller
    29. November 2018 at 23:06 #

    „Thilo Mischke nimmt die „angeblich“ harten Arbeitsbedingungen unter die Lupe“
    _Sorry, aber alleine die Überschrift ist eine Frechheit. Was heißt denn „angeblich“ hart? Sie sind es nicht? Ha ha. Ich glaube, Sie haben keine Ahnung von dem Druck, den man hat, wenn man monatelang 24/7 arbeitet, wenn sich Fehler, die man macht, direkt auf 2500 Gäste auswirken & auf den Umsatz, wenn man keine ordentliche soziale Absicherung hat, seine sozialen Netzwerke daheim langsam verliert, weil man einfach nie da ist… etc.

    „Zu den genannten Bezügen kommen Trinkgelder, Verpflegung und Unterkunft, kostenlose medizinische Versorgung und die An und Abreise.“
    _Ja, aber… Die Philippinos haben manchmal monatelange Pausen, in denen sie nichts verdienen. Sie haben kein Mitspracherecht bei der Rotation, wer wann wo arbeitet, sie müssen hohe Gebühren für Trainings, Medicals und an ihre vermittelnden Agenturen bezahlen etc.

    Die Differenzierung, die Sie an dem Bericht vermissen, leisten Sie in Ihrem Beitrag auch nicht. Schade.

    • gorgon3000
      30. November 2018 at 14:23 #

      Sehr geehrter Frau Müller,
      die Arbeitsbedingungen an Bord sind für alle hart, nicht nur für die Philippina. Auch die deutschen Kollegen haben unbezahlte Pausen zwischen Ihren Verträgen. Wenn man die betroffenen Kollegen selbst fragt sind die meisten doch zufrieden mit den Bedingungen. Im übrigen arbeitet zu mindestens auf deutschen Schiffen keiner 24 Stunden 7 Tage. Ich finde es durchaus richtig zu prüfen, aber am Ende waren es 2 unzufriedene Kollegen, die dem ganzen den negativen Mantel umhängen. Fazit: Ja die Bedingungen an Bord sind hart, und ja es mag schwarze Schaffe bei den Vermittlern geben, das gibts aber auch alles in Deutschland, aber eben für Alle das hat mit der Herkunft nur wenig zu tun. Übrigens müssen auch die deutschen Kollegen, Teile Ihrer Ausbildung selbst bezahlen.
      Ich kenne viele philippinische Kollegen die meisten sind sehr zufrieden und fahren immer wieder zur See, machen Karriere und verdienen gutes Geld. Ich finde es einfach nicht gut, wenn ein Bild der Ausbeutung gezeichnet wird, weil es zu 90 Prozent nicht stimmt.
      Aber trotzdem vielen Dank für Ihre Stellungnahme.
      Claus Blohm

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