PRO7 uncovered – Thilo Mischke nimmt die “angeblich” harten Arbeitsbedingungen unter die Lupe ….

Thilo Mischke: Ahnung vom Kreuzfahrtgeschäft hat er nicht. An Bord eines Schiffes hat er auch nicht gearbeitet.  Es ist sicher gut gemeint aber ist nicht wirklich sinnvoll.  Wie üblich gibt es bei solchen angeblichen Enthüllungsberichten, viele Halbwahrheiten. (Heute Pro Sieben 22.15)

Thilo Mischke
P & O

Ja ein Mitarbeiter in der Spülküche verdient nicht viel. In Deutschland aber auch nicht. Aber wie viele Stellen gibt es in Spülküchen. Da hat Herr Mischke den letzten Job überhaupt erwischt. Wie viele  Philippinos betrifft das? (nicht einmal 2 %) Zu den genannten Bezügen kommen Trinkgelder, Verpflegung und Unterkunft, kostenlose medizinische Versorgung und die An und Abreise. Davon spricht Herr Mischke nicht. Übrigens verdient auch deutschen Schiffen keiner weniger wie 990 Dollar + Nebenleistungen.

Zusätzlich gibt es deutliche Unterschiede unter den Reedereien.

16.08.2020 Aida Cruises startet wieder durch

Auf deutschen Schiffen gibt es Dienstpläne bei denen auch die philippinischen Kollegen freie Zeiten haben.

 Mischke spricht von Rentner “graue” Welt und fällt eher durch respektlose Sprüche auf, oder was soll das mit dem Rentnerpaar das sich einen Stuard auf die Kabine holt? 

Was will uns nun dieser Bericht nun eigentlich sagen? Kantine, Wäscherei, verbotene Zone, ach was überall gibt es Kameras? Es muss gearbeitet werden? Ach was. Übrigens ist der Job an Bord eines Kreuzfahrtschiffes nicht nur für philippinische Kollegen hart sondern auch für deutsche und andere Kollegen.

Was völlig fehlt ist der Vergleich, der Arbeitsbedingungen auf den Philippinen selbst. Da kommt der dann der völlig unangebrachte Vergleich mit dem deutschen Mindestlohn. Es gibt auch keine deutsche Reederei die philippinischen Kollegen nur 400 $ zahlt. 

Fazit: Dieser Bericht gibt keine neuen Informationen. Keine tollen Geheimnisse, keine Skandale. Dieser Bericht greift 1 oder 2 Einzelschicksale auf. Aber alle diese Informationen sind bekannt. Hier wird versucht aller Wallraff einen Fall zu inszenieren. Man spricht von “Der Maulwurf, der Kontaktmann..”.so soll alles geheimnisvoll erscheinen.  Mal spricht man von begehrten Jobs dann wieder….von Abzocke. Echte Recherche fehlt, das hätte auch viel positives ans Licht gebracht. 

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Schließlich kommt doch noch die Info wie viele Milliarden Dollar philippinische Seeleute nach Hause überweisen.  Selbst das der Job auf See doch zu Wohlstand nach philippinischen Maßstäben führen kann, wird dann letztendlich doch noch eingeräumt.

Natürlich gibt es wie in jeder Branche “schwarze Schafe”, der Bericht zeigt dann aber auch das der Job, wenn er über eine seriöse Agentur vermittelt wird durch aus zur Kariere beitragen kann. Keiner wird gezwungen.

Diese Bilder könnten man auch in jeder deutschen Ferienanlage so drehen!

Ich kenne viele philippinische Kollegen die immer wieder zur See fahren, weil es ein guter Job ist im Verhältnis zu den Philippinnen. Viele philippinische Kollegen machen Karriere andere aber eben auch nicht.  Natürlich kann nicht jeder Karriere machen.

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Fakt ist: Herr Mischke, es ist nicht alles Gold was glänzt, es ist ein harter Job, wie so viele andere Jobs auch, Wer gut ist, kann Karriere machen. Und ja es gibt Probleme, aber auch in Deutschland und anderswo in vielen Jobs. Der negative Grundton der Berichterstattung ist einfach falsch.

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