MS Magellan CMV zahlt 80 000 US Dollar Strafe

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Die MS Magellan wurdevon der norwegischen Seeschifffahrtsbehörde (NMA) mit 700.000 NOK (ca. 80.000 USD) für die Verletzung der Schwefelgrenzwerte in den Fjorden des Welterbes bestraft.

MS Magellan

Am 1. März traten neue Umweltauflagen für Emissionen in die Welterbefjorde Nærøyfjord, Aurlandsfjord, Geirangerfjord, Sunnylvsfjord und Tafjord in Kraft.
Die NMA teilte mit, dass sie von der Magellan, die in Flåm vor Anker lag, Hinweise auf besorgniserregende Rauchemissionen erhalten habe. Daran schloss sich eine Inspektion an Bord an, als das Schiff am nächsten Tag in Geiranger eintraf.

Die NMA-Gutachter maßen den Schwefelgehalt des Schiffstreibstoffs auf 0,17%. Dieser Wert liegt deutlich über den erlaubten Werten.
Ausserdem hatte die Magellan eine längere Strecke in den Verbotszonen zurück gelegt.
Die NMA sagte auch: „Das Ausmaß des Verstoßes ist in diesem Fall von Bedeutung, wenn ein Schiff mit einem Kraftstoff mit einem übermäßigen Schwefelgehalt eine beträchtliche Strecke innerhalb des Emissionskontrollbereichs zurückgelegt hat. Als erschwerender Faktor wird außerdem hervorgehoben, dass die neuen Regeln in Bezug auf die Welterbefjorde verletzt wurden. Insgesamt bedeutet dies, dass gegen das Unternehmen Vertragsverletzungsstrafen auf historisch hohem Niveau verhängt werden. “

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One Comment on “MS Magellan CMV zahlt 80 000 US Dollar Strafe”

  1. Horst Köhler
    19/05/2019 at 10:06 #

    MS Magellan hatte keinen „schlechten“ Kraftstoff gebunkert
    Wenn die Gutachter der Norwegischen Schifffahrtsbehörden tatsächlich „nur“ 0,17 % Schwefel im Kraftstoff des 34 Jahre (!) alten Kreuzfahrtschiffes festgestellt haben, dann ist dies zwar mehr als für die norwegischen Fjord-Schutzgebiete zulässigen 0,1 %, liegt aber keinesfalls „deutlich über den erlaubten Werten“, wie in dem Artikel ausgeführt ist. Denn von den Sonderschutzgebieten abgesehen gilt bis Anfang 2020 weltweit noch ein maximaler Schwefelgehalt von 3,5 %, danach 0,5 %. Es stimmt auch nur teilweise, dass am 1. März 2019 neue norwegische Emissions-Umweltauflagen in Kraft getreten sind, denn am bisherigen maximal zulässigen Kraftstoff-Schwefelgehalt für die Welterbe-Fjorde von 0,1 % hat sich nichts geändert. Verboten ist seit dem 1. März 2019 in den geschützten norwegischen Fjorden dagegen der Betrieb der sog. offenen Scrubber-Systeme zur Entschwefelung der Abgase, bei denen das stark saure Waschwasser (pH ca. 3,0) direkt wieder ins Meer eingeleitet wird.
    Wenn das Schiff trotz des reduzierten Kraftstoff-Schwefelgehalts von 0,17 % stark gerußt hat, könnte meiner Meinung nach auch ein Problem mit den beiden Antriebs-Zweitakt-Dieselmotoren mit je 11.755 kW Leistung vorgelegen haben (z.B. beim Teillastbetrieb) oder an einem Defekt im Bereich des Antriebssystems. Denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Abgase bei einem „relativ sauberen“ Kraftstoff derart stark rußhaltig sind, ist doch eine Abgastrübung bei sehr vielen Kreuzfahrtschiffen selbst bei Schwefelgehalten von über 1,5 % nur für den geübten Beobachter zu erkennen.
    Horst Köhler, Friedberg, 19. Mai 2019

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