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Kreuzfahrten – wirklich Klimakiller?

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derzeit ist es in vielen Medien Thema Nummer eins. Nach dem man nun Freitags nicht mehr zur Schule geht, ist es Trend geworden jetzt gegen Kreuzfahrer zu hetzen. Heute ist es der Kreuzfahrer morgen wahrscheinlich die E Bike Fahrer.

Ab nächste Woche fliegen wieder tausende Menschen in den Süden, wo sind da die Demos an den Flughäfen?

Da die Kreuzfahrt-Flotte zahlenmäßig nicht einmal ein halbes Prozent aller in Betrieb befindlichen seegängigen Schiffe ausmacht, ist ihr Einfluss auf das Klima verschwindend gering. kommentiert Horst Köhler

Es wird ein Feindbild gebraucht, welches derzeit, es ist nämlich Saison, Samstag und Sonntags in den deutschen Häfen auftaucht.

Mal davon abgesehen, das alle diese Gäste nicht in den Urlaub fliegen und in der Zeit in der Sie an Bord sind das eigene Auto nicht nutzen…ich könnte hier endlos fortfahren…

…ist es wirklich ein Problem, ein logistisches Problem.

JA Schiffe ab einer gewissen Größe müssen nicht nach Venedig und auch ich finde das 12000 Menschen gleichzeitig in einem kleinen Hafen ein Problem sind.

Allein der Grösse und Masse wegen hat sich die Kreuzfahrt in Ihrem grundlegenden Sinn völlig verändert. 20 Mio Urlauber möchten 2020 eine Kreuzfahrt machen. Selbst wenn man die Form des Urlaubes nicht mag stellt Sie jedoch kein bedrohliches Umwelt-Problem dar.

Die pure Schiffsgrösse macht Kreuzfahrten auch für normale Menschen bezahlbar, daher auch der grosse Erfolg. Trotzdem mag ich lieber kleine Schiffe. Alles eine Frage von Angebot und Nachfrage.

Die Reedereien beschäftigen inzwischen ganze Abteilungen damit, die Schiffe umweltfreundlicher zu machen dazu werden auch regelmässig Berichte veröffentlicht. Da geht es inzwischen um weit mehr wie den CO 2 Ausstoss.

Es geht um Essensreste, Strohhalme, Pfandsysteme, Putzmittel uvm.

AIDA Cruises hat inzwischen ein Gas betriebenes Schiff. Viele weitere sind bereits in Bau, weitere umweltfreundliche Technologien sind in Testphasen.

Viele Schiffe haben bereits eine Landstromversorgung. Es liegt nun an den Häfen und der Politik diese Möglichkeiten für Schiffe verbindlich zu machen.

Wir können darüber streiten ob es wirklich die vielen Freizeitparks an Bord braucht. Meiner Meinung nach braucht es wirklich keinen Hochseilgarten an Bord, auch auf eine Cart-Rennbahn kann ich verzichten.

Klasse statt Masse..

..heisst der neue Trend und bedeutet eigentlich nichts anderes, wie zurück zu den Wurzeln. Vegane Kreuzfahrten (TransOcean) oder Kreuzfahrten mit Hund (1aVista), Singlereisen und barierefreie Angebote (Phoenix Reisen) werden forciert. Themenreisen sind angesagt.

Anspruchsvolle Expeditionskreuzfahrten z.B. von Hl Cruises, Ponant oder Nicko Cruises sind ebenfalls sehr begehrt. Auch hier kommen ständig Neubauten. Und dann sind da noch die völlig klimaneutralen Segelkreuzfahrten.

Ihre Bewertung ist uns wichtig!

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Categories: Kreuzfahrt news, Meinungen

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2 Comments on “Kreuzfahrten – wirklich Klimakiller?”

  1. Peter Stilbach
    12. Juli 2019 at 10:56 #

    Ein sehr guter und interessanter Bericht. Ich ziehe auch die kleinen Schiffe vor.
    Ich klicke öfters die Livewebcam im Geirangerfjord an. Dort beobachte ich, wenn „große“ Schiffe im Fjord ankern folgendes an der Landstation: die rückkehrenden Passagiere von einem Ausflug müssen teilweise „sehr lange“ auf einen Tender warten. Auch wird der Shop an der Landstation sicher überfüllt sein. An manchen Tagen besuchen zwei/ drei Mega-Schiffe den kleinen (sehr schönen) Ort Geiranger. Auf den kleinen Schiffen ist die Bordsprache „Deutsch“ und der Gast ist keine „Nummer“ wie auf den großen Schiffen.
    NABU und andere Organisationen sollten sich auch mit Flugzeugen, Frachtschiffen und anderen Transportmitteln befassen.

  2. 13. Juli 2019 at 11:59 #

    Kleinere Kreuzfahrtschiffe haben auch Nachteile
    Guter Beitrag, Herr Blohm. Nur schade, dass solche Stimmen im Vergleich zu den aggressiven Attacken eines Nabu oder der einseitigen TV-Beiträge über die angebliche „Dreckschleuder Kreuzfahrtschiff“ kein allzu großes Gewicht haben, zumal sie eher selten sind. Hier müssten sich Reedereien, Motorhersteller, Hafenverwaltungen, Schiffszeitschriften und Fachautoren öfters und lauter äußern.
    Übrigens: kleinere Kreuzfahrtschiffe haben sicherlich etliche Vorteile, aber aus Sicht des Umweltschutzes auch einen Nachteil: sie werden von kleineren Dieselmotoren angetrieben, die zwangsläufig einen etwas schlechteren Wirkungsgrad als Großdieselmotoren haben. Ein geringerer Wirkungsgrad bedeutet aber einen etwas höheren Kraftstoffverbrauch und damit entsprechend höhere CO2-Emissionen – andererseits aber auch etwas geringere NOx-Emissionen. Während sich die Stickoxide mit Hilfe der SCR-Technik selbst auf die von der IMO festgelegten sehr niedrigen Tier III-Grenzwerte für die NOx-Kontrollgebiete (NECA) reduzieren lassen, muss der erhöhte CO2-Ausstoß hingenommen bzw. durch konstruktive Verbesserungen am Schiffskörper bzw. Optimierung der Reisegeschwindigkeit ausgeglichen werden.
    Horst Köhler, Friedberg

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