„Corona trifft die Werft extrem hart“

Meyer Werft Corona ..

Meyer Werft Corona

Als Beauftragter für Maritime Wirtschaft ist Rüdiger Kruse MdB zentraler Koordinator der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für alle Fragen rund um die Schifffahrt. Deshalb hatte die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann ihren Kollegen jetzt nach Papenburg eingeladen, Gemeinsam machten sich die beiden Christdemokraten jetzt ein Bild von der aktuellen Lage der MEYER WERFT in der Corona-Krise. Begleitet wurden die beiden Bundespolitiker vom Europaabgeordneten Jens Gieseke (Sögel), Landrat Marc André Burgdorf sowie dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Stadtrat Papenburg, Pascal Albers.

Im Gespräch mit der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat ging es vor allem um mögliche Hilfen von Land und Bund, um die Wettbewerbssituation und die Verbesserung der Standortbedingungen an der Ems.

Die gesamte Schifffahrt und vor allem die Kreuzfahrt leiden erheblich unter den Einbrüchen durch die Corona-Krise. Das Auftragsbuch der Werften in Papenburg, Rostock und Turku konnte zusammen mit den Reedereien gestreckt werden. Das hat jedoch eine deutlich geringere Arbeitsauslastung zur Folge. Die Umsätze des Unternehmens sinken deutlich stärker als die Kosten, sodass die Werft in diesem Jahr den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte hinnehmen muss. Daher plant die MEYER WERFT ein Sparprogramm mit einem Umfang von insgesamt ca. 1,25 Mrd. Euro. Gleichzeitig legt die MEYER WERFT großen Wert auf die technologische Entwicklung der Standorte auf dem Weg zum emissionsfreien Kreuzfahrtschiff.

„Corona trifft die Werft extrem hart und stellt sie, die Region und die gesamte maritime Wirtschaft in Deutschland vor ungeahnte, schwerste Herausforderungen. Es gibt drei Gründe für Optimismus: 1. Die Meyer Werft ist die weltweit führende Werft für Kreuzfahrtschiffe, 2. das Unternehmen ist sehr solide aufgestellt und 3. Kreuzfahrten werden schneller zurück am Markt sein als andere Bereiche der Reisewirtschaft. Wo immer ich kann, werde ich die Werft unterstützen. Schiffbau ist eine Schlüsselkompetenz für Deutschland.“, so Kruse.

Auch Gitta Connemann betonte die Bedeutung der Werft für die Region: „Die Werft ist eine unverzichtbare Arbeitgeberin. Sie sichert das Einkommn vieler Familien in unserer Heimat. Deshalb braucht die Werft verlässliche Perspektiven – auch von der Politik. Das geht uns alle an.“

Bei der anschließenden Werftbesichtigung ging es vor allem auch um die technischen und logistischen Herausforderungen beim Bau dieser innovativen Großprojekte wie z.B. der AIDAcosma und der Odyssey of the Seas, die derzeit im Bau sind. Denn die technologisch hochwertigen und sehr komplexen Produkte erfordern ein besonderes Know-how und zahlreiche Spezialisten.

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