MS Amadea ZDF Traumschiff

Phoenix: MS Amadea wird technisch nachgerüstet, 90% weniger Stickstoffoxide

Traumschiff wird nachgerüstet…weniger Stickoxide….

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Die deutsche Firma MAN PrimeServ Augsburg hat eine SCR-Lösung entwickelt, die an Bord der Amadea nachgerüstet wird, Die MS Amadea ist für Phoenix Reisen unterwegs.

Die Installation wird im September beginnen und die Integration von zwei MAN PrimeServ SCR-Systemen beinhalten – jeweils eines in beiden Viertakt-MAN 7L58 / 64-Antriebsmotoren von MS Amadea -, mit denen das Schiff die Emissionsstandards auf dem norwegischen Heritage Fjord-Markt erfüllen kann.

Die Nachrüstung spiegelt den allgemeinen Wunsch von PHOENIX wider, seine Umweltfreundlichkeit zu verbessern, und wird es dem Schiff sofort ermöglichen, die Emissionsstandards auf dem wichtigsten norwegischen Heritage Fjord-Markt zu erfüllen. Für das Projekt legte MAN PrimeServ großen Wert darauf, gefährliche Emissionen auf ein Minimum zu beschränken und gleichzeitig die Motorleistung und die Antriebseffizienz zu erhalten.

Der deutsche MAN PrimeServ Augsburg hat eine SCR-Lösung entwickelt, die an Bord der Amadea nachgerüstet wird, die von Phoenix Reisen gechartert und von BSM Cruise Services verwaltet wird.

Saubere Energie

Amadea wird mit hochwertigem Schiffsdieselöl betrieben und seine Turbolader wurden zuvor von MAN nachgerüstet, um den Motorwirkungsgrad zu verbessern und die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. Gleichzeitig wurden MGO anstelle von HFO-Einspritzdüsen eingeführt, um die Rußemissionen zu minimieren. 

Die MAN SCR-Lösung wird die Amadea-Motoren vom Tier 0-Status auf Tier III-Emissionsniveau bringen und die Stickoxidemissionen um 90% reduzieren, was einer Einsparung von 600 Tonnen pro Jahr entspricht. 

Es ermöglicht langsames fahren in den Fjorden sowie in der Nähe von Häfen und besiedelten Gebieten.

Das Traumschiff

Amadea ist in Deutschland als Schauplatz der beliebten Fernsehserie “Das Traumschiff” bekannt.

Ein Kommentar

  1. MS Amadea: Maßnahme zur NOx-Reduktion kommt reichlich spät
    Es ist schon erstaunlich, dass die beiden Hauptmotoren des 1991 in Japan gebauten Kreuzfahrtschiffes erst jetzt, also rund 30 Jahre nach der Inbetriebsetzung, mittels SCR-Technik auf NOx-armen Betrieb umgebaut werden. Denn schon seit dem Jahr 2000 gilt – wenn auch nur für Schiffsneubauten – die Abgasnorm Tier 1, seit 2011 die verschärfte Norm Tier 2 und seit 2016 für Fahrten entlang der Küste Nordamerikas und in der Karibik die bisher strengste Abgasnorm Tier 3 (eine Norm Tier 0, wie im Artikel erwähnt, gab es übrigens nicht). Im Jahr 2021 ist das Erreichen der sehr niedrigen NOx-Abgasgrenzwerte nach Tier 3 auch bei Schiffsfahrten im Gebiet der Nord- und Ostsee sowie in den Emissions-Sondergebieten der norwegischen Fjorde zwingend. Vermutlich ist dies der Grund für die erst jetzt erfolgende Nachrüstung der beiden Mitsubishi-Hauptmotoren 7L 58i/64 (Lizenz MAN), denn die ersten großen Seeschiffe mit SCR fuhren schon um das Jahr 2000.
    Bei einem stark publikumspräsenten “Traumschiff” wie MS Amadea sollte man eigentlich erwarten, dass alle Maßnahmen zur Reduzierung von schädlichen Abgasemissionen und Treibhausgasen frühestmöglichst realisiert werden und nicht erst dann, wenn ein Verbot des Befahrens von besonders geschützten internationalen Gewässern droht.
    Horst Köhler, Friedberg
    (Fachautor für den Klimawandel und Emissionen aus dem Transportsektor)

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