Havanna Hafen

So was gibt es nur in den USA: Reederei wegen Kuba-Reisen verurteilt…

Was ist passiert? Den 4 großen Reedereien aus den USA wird zum Vorwurf gemacht, sich an „verbotenen Tourismus“ und „Menschenhandel“, beteiligt zu haben, indem sie Gäste nach Kuba beförderten und „von der Nutzung der Einrichtungen von Port Havanna profitierten, die von der von Fidel Castro geführten Regierung beschlagnahmt wurden“

Betroffen von dieser Klage sind derzeit die Carnival Cruises, Norwegian Cruise Line, MSC und Royal Caribbean. Geklagt hat die Firma der ehemaligen Eigentümer „Havana Docks„.

Möglich macht dies das Helms-Burton Gesetz von 1996, das es ehemaligen Eigentümern erlaubt, Unternehmen zu verklagen, die vom beschlagnahmten Eigentum profitieren. Dabei ist es unerheblich, ob die Reedereien bereits an die kubanische Hafenverwaltung gezahlt hat oder nicht.

Wie in sozialistischen Staaten üblich wurde 1960 die Hafenanlage verstaatlicht und die Eigentümer wurden nicht entschädigt, Wir kennen dieses Unrecht aus der Abwicklung der DDR.

Das Gericht beziffert die Einnahmen der Unternehmen (Kuba-Reisen) auf 1,1 Mrd. Dollar, an kubanische Hafen-Behörden wurden 138 Mio. US-Dollar überwiesen.

Weitere News: Taufe von AIDAcosma findet am 09.04. in Hamburg Statt – Liveübertragung

Nun wurde zugunsten der Kläger entschieden. Diese Entscheidung gilt als Richtungsweisend und es werden weitere Klagen erwartet. Zu klären wird noch sein, warum die USA 2015 Kreuzfahrten nach Kuba wieder gestattet haben, ohne diesen Umstand zu klären.

Auch wenn sich die Kläger jetzt auf Schadensersatzzahlungen freuen, ist hier sicherlich noch nicht da letzte Wort gesprochen, hier wird sicher die Politik noch ein Wörtchen mitreden wollen