Nizza/München, 12. Juni 2025 – Auf der UN-Ozeankonferenz 2025 in Nizza stand ein Thema besonders im Fokus: Wie können Tourismus, Bildung und Wissenschaft gemeinsam zum Schutz der Meere beitragen? Die MSC Foundation präsentierte dazu konkrete Projekte, unter anderem ihr „Super Coral Reefs Programme“ auf Ocean Cay, einer privaten Kreuzfahrtinsel auf den Bahamas.
Kreuzfahrt und Korallen – passt das zusammen?
Ja – zumindest laut der MSC Foundation. In zwei Diskussionsrunden im Rahmen der UN-Konferenz zeigten Vertreter aus Wissenschaft, Tourismus und Politik, wie sektorübergreifende Partnerschaften den Wiederaufbau mariner Ökosysteme fördern können. Mit dabei waren unter anderem Kapitän Henri Lefering von MSC Cruises, Professor David Smith (MSC Foundation) und Vertreter von NGOs wie Mission Blue oder IUCN.
Ocean Cay dient nicht nur als exklusives Reiseziel für MSC-Gäste, sondern auch als Plattform für Meeresschutz: Korallen werden dort gezielt gezüchtet und gepflanzt, Studierende sammeln Praxiserfahrung, und Besucher erhalten Umweltbildung direkt vor Ort.
Tourismus als Bildungsfaktor?
Dr. Raveenia Roberts-Hanna vom Bahamas Agriculture and Marine Science Institute betonte die Chance für Studierende: „Unsere Partnerschaft mit MSC bietet jungen Menschen die Möglichkeit, echte Erfahrungen im Bereich Meeresschutz und nachhaltiger Tourismus zu sammeln.“ Auch Programme in Europa – wie das Bildungsprojekt von Marevivo – zeigen, dass maritime Ausbildung über Grenzen hinweg Wirkung entfalten kann.
Kritisch gefragt: Greenwashing oder echte Veränderung?
Zwar ist es lobenswert, wenn große Kreuzfahrtunternehmen in Umweltprojekte investieren. Doch bleibt die Frage: Reicht das aus, um die Auswirkungen des Kreuzfahrttourismus auf die Meere auszugleichen? Die Diskussionen in Nizza zeigen: Der Wille zur Veränderung ist da – doch ohne klare Regeln, unabhängige Kontrolle und Transparenz besteht die Gefahr, dass Umweltengagement eher Marketing als echte Veränderung ist.
Fazit: Hoffnung auf echte Wende
Der #ForCoral-Pavillon der UN-Konferenz machte deutlich, wie viele Ansätze es bereits gibt – vom wissenschaftlich begleiteten Korallenanbau über Bildungsprogramme bis hin zur Zusammenarbeit mit Küstengemeinden. Jetzt kommt es darauf an, dass diese Projekte nicht nur auf Konferenzen gut klingen, sondern dauerhaft Wirkung zeigen.
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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.
Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
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