AIDA-Charterflug nach Notlandung in Brindisi: Was wirklich passiert ist

Kreuzfahrtgäste von AIDA Cruises mussten am Wochenende eine unerwartete Pause in Italien einlegen. Ein vollcharter Condor-Flug von Korfu nach Düsseldorf wurde nach einer technischen Störung am Triebwerk umgeleitet. Während in sozialen Netzwerken teils von „Flammen-Drama“ die Rede ist, zeigt der Blick auf die Fakten: Pilot und Airline handelten professionell – und niemand kam zu Schaden.

Der Vorfall: Störungsmeldung nach dem Start auf Korfu

Der Condor-Flug DE 3665, der im Auftrag von AIDA Cruises unterwegs war, hob am Samstag mit 273 Passagieren von Korfu ab. Kurz nach dem Start meldete das Cockpit eine technische Störung am Triebwerk. Die Crew entschied sich zur Sicherheitslandung im rund 200 Kilometer entfernten Brindisi.

Zeugen berichteten zwar von sichtbaren Flammen und einem lauten Knall, doch Condor stellte klar: Es handelte sich nicht um einen Triebwerksbrand, sondern um zeitweise Flammen durch die Störung im Luftstrom. Gegen 20.15 Uhr setzte die Maschine sicher in Brindisi auf.

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Schlagzeilen vs. Realität

In sozialen Medien machten schnell übertriebene Meldungen die Runde: von „Triebwerksbrand“ bis „Beinahe-Katastrophe“. Tatsächlich verlief alles geordnet.

  • Die Piloten reagierten genau nach Vorschrift.
  • Die Landung verlief sicher und ohne Verletzte.
  • Condor organisierte direkt ein Ersatzflugzeug, das die Passagiere am Sonntagvormittag nach Düsseldorf brachte.

Ärger um Hotels – aber kein Versäumnis von Condor oder AIDA

Für Unmut sorgte die Nacht in Brindisi: Da kurzfristig keine 300 Hotelzimmer verfügbar waren, mussten einige Gäste am Flughafen übernachten. Condor stellte Decken und Gutscheine bereit und bot die Erstattung eigener Hotelkosten an.

Wichtig zu wissen: Weder Condor noch AIDA können dafür verantwortlich gemacht werden, dass eine italienische Hafenstadt plötzlich hunderte freie Betten bereithält. Solche Situationen können weltweit auftreten – entscheidend ist, dass die Sicherheit der Fluggäste jederzeit gewährleistet war.

Fazit: Sicherheit zuerst – alles andere lässt sich regeln

Während auf Facebook und Co. von „Schreckenstragödie“ die Rede war, zeigt die nüchterne Betrachtung: Die Piloten haben vorbildlich gehandelt, Condor hat transparent informiert, und die Gäste sind sicher zu Hause angekommen. Quelle: u.a. N-TV


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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.

Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
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