Unruhen in Frankreich: Kreuzfahrtschiff Iona streicht Hafen – Reise kurzfristig geändert

Wegen der schweren Unruhen in Frankreich hat P&O Cruises die Route der Iona kurzfristig geändert: Der geplante Besuch in Le Havre fällt aus, stattdessen bleibt das Kreuzfahrtschiff länger in Spanien.

Veröffentlicht: 18. Oktober 2026
Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Iona von P&O Cruises streicht ihren für Sonntag, 18. Oktober 2026, geplanten Hafenanlauf in Le Havre.
  • Hintergrund sind die anhaltenden Proteste und gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich.
  • Statt Frankreich stehen längere Aufenthalte in den spanischen Häfen Vigo und A Coruña auf dem Programm.

Warum fährt die Iona nicht nach Le Havre?

Die schweren Unruhen in Frankreich haben nun auch konkrete Auswirkungen auf den Kreuzfahrttourismus. Die britische Reederei P&O Cruises hat den geplanten Hafenanlauf ihres Kreuzfahrtschiffes Iona in Le Havre am Sonntag, 18. Oktober 2026, gestrichen.

Die Entscheidung erfolgte aus Sicherheitsgründen. Nach übereinstimmenden Berichten internationaler Kreuzfahrtmedien informierte P&O Cruises die betroffenen Passagiere bereits vor Reisebeginn über die Änderungen.

In einer an die Gäste verschickten Mitteilung verwies die Reederei ausdrücklich auf die anhaltenden Proteste und zivilen Unruhen in Frankreich.

Damit fällt der einzige französische Hafen der siebentägigen Kreuzfahrt aus, die am Samstag, 17. Oktober, in Southampton begonnen hat.

Besonders betroffen sind Gäste, die von Le Havre aus einen Ausflug nach Paris geplant hatten. Die französische Hauptstadt gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen bei Kreuzfahrten mit einem Zwischenstopp in der Normandie.

Wie sieht die neue Route der Iona aus?

P&O Cruises hat die Reise nicht verkürzt, sondern den Ablauf in Spanien angepasst.

DatumUrsprünglicher ReiseplanNeuer Reiseplan
17. OktoberSouthamptonSouthampton
18. OktoberLe HavreSeetag
19. OktoberSeetagVigo
20. OktoberVigoA Coruña
21. OktoberA CoruñaA Coruña, Abfahrt nach Übernachtung
22. OktoberBilbao-GetxoBilbao-Getxo
23. OktoberSeetagSeetag
24. OktoberSouthamptonSouthampton

Die Iona besucht Vigo damit einen Tag früher als ursprünglich geplant. In A Coruña dürfen sich die Passagiere auf einen verlängerten Aufenthalt mit Übernachtung im Hafen freuen.

Der Besuch in Bilbao bleibt unverändert. Auch die geplante Rückkehr nach Southampton am 24. Oktober soll wie vorgesehen stattfinden.

Die neue Route bietet den Gästen mehr Zeit in Nordspanien, bedeutet allerdings den vollständigen Wegfall des ursprünglich vorgesehenen Frankreich-Aufenthalts.

Was ist derzeit in Frankreich los?

Frankreich erlebt an diesem Wochenende massive Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten und die Sparpolitik der Regierung.

Am Samstag, 17. Oktober, gingen landesweit Hunderttausende Menschen auf die Straßen. Während viele Demonstrationen friedlich verliefen, kam es in mehreren Städten zu schweren Ausschreitungen.

Unter anderem wurden Geschäfte geplündert, öffentliche Gebäude beschädigt und Fahrzeuge angegriffen. Besonders aus Paris, Marseille und weiteren Großstädten wurden gewaltsame Zusammenstöße gemeldet.

Die Ereignisse sorgen auch für Unsicherheit im Reiseverkehr. Gerade organisierte Kreuzfahrtausflüge sind auf verlässliche Verkehrsverbindungen und sichere Transportwege angewiesen.

Ob die Entscheidung von P&O Cruises unmittelbar auf konkrete Gefahren in Le Havre oder auf die allgemeine Sicherheitslage in Frankreich zurückzuführen ist, geht aus den bisher veröffentlichten Informationen nicht hervor.

Bekommen betroffene Passagiere ihr Geld zurück?

P&O Cruises hat nach Angaben internationaler Kreuzfahrtmedien zugesichert, dass über die Reederei gebuchte Landausflüge für Le Havre automatisch storniert und erstattet werden.

Bei Ausflügen in Vigo und A Coruña sollen erforderliche Anpassungen durch die Reederei vorgenommen werden.

Anders sieht es bei individuell gebuchten Leistungen aus. Wer beispielsweise selbstständig einen Ausflug nach Paris, einen Mietwagen oder Bahntickets organisiert hat, muss mögliche Erstattungen direkt mit dem jeweiligen Anbieter klären.

Ob darüber hinaus Entschädigungen oder Bordguthaben vorgesehen sind, ist bislang nicht bestätigt.

Müssen jetzt auch andere Kreuzfahrtschiffe französische Häfen meiden?

Die Routenänderung der Iona zeigt, wie schnell sich die Sicherheitslage an Land auf eine Kreuzfahrt auswirken kann.

Le Havre ist ein wichtiger Anlaufhafen für Nord- und Westeuropakreuzfahrten. Auch Marseille, Cherbourg und weitere französische Häfen gehören regelmäßig zu den Reiseprogrammen internationaler Reedereien.

Aus der Entscheidung von P&O Cruises lässt sich allerdings keine generelle Sperrung französischer Kreuzfahrthäfen ableiten.

Ob weitere Kreuzfahrtschiffe ihre Reisepläne ändern, hängt von der Entwicklung der Sicherheitslage und den jeweiligen Entscheidungen der Reedereien ab.

Kreuzfahrttester.com beobachtet die Situation weiter.

Häufige Fragen zur Routenänderung der Iona

Warum wurde Le Havre gestrichen?

P&O Cruises begründet die Änderung mit den anhaltenden Protesten und zivilen Unruhen in Frankreich. Die Sicherheit der Passagiere steht dabei im Vordergrund.

Ist die Kreuzfahrt der Iona abgesagt?

Nein. Die siebentägige Reise findet weiterhin statt. Lediglich die Hafenaufenthalte wurden angepasst.

Welche Häfen besucht die Iona stattdessen?

Vigo wird einen Tag früher angelaufen. In A Coruña ist nun ein Aufenthalt mit Übernachtung vorgesehen. Bilbao bleibt im Programm.

Erhalten Gäste eine Erstattung für gebuchte Ausflüge?

Über P&O Cruises gebuchte Ausflüge in Le Havre werden nach Angaben der Reederei automatisch erstattet. Bei privat gebuchten Leistungen gelten die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Sind weitere Kreuzfahrtschiffe betroffen?

Zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung liegen keine ausreichend bestätigten Informationen vor, die eine generelle Änderung der Kreuzfahrtrouten in Frankreich belegen.


Quellen: Cruise Hive (17./18. Oktober 2026), Cruise Mummy (18. Oktober 2026), Hafenbehörde Vigo, Tagesschau (18. Oktober 2026). Die Routenänderung wird unter anderem durch veröffentlichte Passagierinformationen gestützt; eine unmittelbar an Kreuzfahrttester.com gerichtete Stellungnahme von P&O Cruises liegt nicht vor.


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„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit mehr als 25 Jahren redaktionell durch verschiedene Blogs und Interseiten zum Thema Kreuzfahrten betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog auf dem deutschsprachigen Markt. Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 5.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte. Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.

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