Eisberge am Tag und Polarlichter in der Nacht? Auf einer Grönland-Kreuzfahrt im Spätsommer ist genau diese Kombination möglich – und unsere ARTANIA-Reise 2026 fällt in eine besonders spannende Übergangszeit.
Kann man während einer Grönland-Kreuzfahrt wirklich Polarlichter sehen?
Ja – allerdings braucht es etwas Glück. Grönland gehört grundsätzlich zu den hervorragenden Regionen für die Beobachtung der Aurora Borealis. Entscheidend sind vor allem Dunkelheit, ein möglichst wolkenfreier Himmel und entsprechende Sonnenaktivität.
Nach Angaben von Visit Greenland beginnt die typische Nordlichtsaison gegen Ende August und reicht bis in den April. Damit wird es für Kreuzfahrtgäste besonders interessant, die Grönland gegen Ende des Sommers besuchen.
Haben wir auf unserer ARTANIA-Reise eine Chance auf Nordlichter?
Genau das macht unsere bevorstehende Reise besonders spannend.
Wir starten am 12. August 2026 in Hamburg und erreichen Grönland ab dem 20. August. Am 25. und 26. August liegen wir in Ilulissat, anschließend folgen die Diskobucht, Sisimiut und Nanortalik. Erst am 31. August erreichen wir Reykjavik.
Damit befinden wir uns gerade in jener Zeit, in der die Nächte in Grönland wieder zunehmend dunkler werden.
Eine Nordlicht-Garantie gibt es natürlich nicht. Aber insbesondere in den letzten Augusttagen könnte sich bei klarem Himmel bereits die Gelegenheit ergeben, die ersten Polarlichter über Grönland zu beobachten.
Warum sieht man im Hochsommer kaum Polarlichter?
Polarlichter können grundsätzlich auch im Sommer entstehen – das Problem ist das Licht.
In den nördlichen Regionen Grönlands werden die Nächte im Sommer kaum oder überhaupt nicht dunkel. Rund um Ilulissat scheint die Mitternachtssonne beispielsweise von Anfang Juni bis etwa Mitte Juli.
Erst wenn die Nächte wieder dunkler werden, können die Leuchterscheinungen am Himmel für das menschliche Auge sichtbar werden.
Wo könnten wir auf unserer Reise besonders gute Chancen haben?
Besonders gespannt sind wir auf die Nächte rund um:
Ilulissat und die Diskobucht:
Am 25. und 26. August befinden wir uns weit nördlich des Polarkreises. Mit etwas Glück könnten sich hier Eisberge und erste Nordlichter zu einem außergewöhnlichen Fotomotiv verbinden.
Sisimiut:
Am 27. August erreichen wir Sisimiut. Auch hier befinden wir uns in einer Region, die aufgrund ihrer nördlichen Lage grundsätzlich gute Voraussetzungen bietet.
Nanortalik:
Am 29. August sind die Nächte bereits merklich länger. Bei klarem Himmel könnte deshalb auch Südgrönland interessant werden.
Nordatlantik und Island:
Auch während der weiteren Fahrt Richtung Reykjavik lohnt sich nachts regelmäßig ein Blick auf die Außendecks.
Wann sollte man auf dem Schiff nach Polarlichtern Ausschau halten?
Wer Nordlichter entdecken möchte, sollte nicht nur kurz vor dem Schlafengehen nach draußen schauen.
Die Aurora kann zu unterschiedlichen Zeiten auftreten. Häufig nimmt die Aktivität rund um die Stunden um Mitternacht zu. Besonders wichtig ist ein möglichst dunkler Standort ohne störende Beleuchtung.
Auf einem Kreuzfahrtschiff bieten sich deshalb möglichst dunkle Bereiche der Außendecks an.
Ein kleiner Tipp: Immer wieder nach Norden schauen – und die Kamera griffbereit halten.
Kann ein Smartphone Polarlichter besser erkennen als das Auge?
Das kann tatsächlich passieren.
Moderne Smartphones und Kameras arbeiten bei Nacht mit längeren Belichtungszeiten und können schwache Polarlichter sichtbar machen, die mit bloßem Auge zunächst nur wie ein leicht grauer oder grünlicher Schleier erscheinen.
Wer etwas Ungewöhnliches am Himmel entdeckt, sollte deshalb ruhig einmal ein Foto im Nachtmodus machen.
Aus einem vermeintlichen Wolkenschleier kann auf dem Display plötzlich ein deutlich grünes Polarlicht werden.
Wie zuverlässig lassen sich Polarlichter vorhersagen?
Nur eingeschränkt.
Für die kurzfristige Einschätzung gibt es sogenannte Aurora-Prognosen. Das Space Weather Prediction Center der US-Wetterbehörde NOAA bietet beispielsweise Vorhersagen zur Lage und Intensität der Polarlichter für die kommenden Minuten und Stunden.
Während unserer Reise werden wir deshalb nicht nur das Wetter, sondern auch die aktuelle Sonnenaktivität im Auge behalten.
Sind Polarlichter auf unserer Grönland-Reise ein Bonus?
Ganz eindeutig.
Wir fahren nach Grönland wegen des Prins Christian Sund, der Eisberge von Ilulissat, der Diskobucht, der kleinen grönländischen Orte und dieser außergewöhnlichen arktischen Landschaft.
Sollten wir Ende August zusätzlich noch Polarlichter über Grönland erleben, wäre das allerdings ein ziemlich spektakulärer Bonus.
Vielleicht gelingt uns sogar eines dieser Bilder, von denen Kreuzfahrer noch Jahre später erzählen: ein riesiger Eisberg in der Diskobucht – und darüber die ersten grünen Nordlichter des Spätsommers.
Ob wir dieses Glück haben, werden wir während unserer ARTANIA-Reise berichten. Diesen Artikel werden wir anschließend mit unseren eigenen Erfahrungen und – hoffentlich – auch eigenen Polarlicht-Fotos ergänzen.
Entdecke mehr von Der Kreuzfahrttester
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit mehr als 25 Jahren redaktionell durch verschiedene Blogs und Interseiten zum Thema Kreuzfahrten betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog auf dem deutschsprachigen Markt. Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 5.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte. Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.


