MS Anesha von Phoenix Reisen – erster Test & Reiseeindruck

Last Updated on 18/12/2025 by News-Redaktion

Warum dieser Bericht anders ist

Noch ein Reel vom Sonnendeck? Noch eine Story vom Cappuccino mit Donau-Blick? Könnten wir liefern – machen wir aber bewusst nicht. Bilder und Videos gibt es inzwischen mehr als genug, gerade von Influencern und selbsternannten „Content Creatorn“, die jedes Schiff schon dreimal durchgefilmt haben. Die können das besser wie wir – Auch von der MS Anesha.
Wir setzen künftig auf das, was seltener geworden ist: echte Tests und ehrliche Meinung und Bewertungen. Wie fühlt sich ein Schiff im Alltag an?

Wie funktioniert der Service wirklich? Wo sind Stärken – und wo Schwächen? Deshalb wird es künftig zu jedem Schiff zwei Berichte geben: einen Einstieg wie diesen – und einen zweiten Teil mit klarer Bewertung. Weniger Filter, mehr Fakten. Und ja: Das ist vielleicht nicht ganz so glamourös, aber deutlich näher an der Realität an Bord. Das bringt unseren Leser einen echten Mehrwert.

Weihnachtliche Donaukreuzfahrt mit viel Platz, starker Crew und entspanntem Start in Passau

Wer heute über Kreuzfahrtschiffe schreibt, steht vor einem kleinen Dilemma: Bilder, Reels und Storys gibt es im Überfluss. Was fehlt, sind echte Tests. Genau hier setzt dieser Reise- und Testbericht zur MS Anesha von Phoenix Reisen an. Weniger Show, mehr Substanz.

Ich war bereits zur Einführung der Anesha 2015 an Bord – und nun nach 10 Jahren erneut. Zeit also, das Schiff nicht nur zu beschreiben, sondern bewusst zu beobachten.


Entspannter Start in Passau: Parken, Transfer, Einchecken

Die Reise beginnt klassisch in Passau – und erstaunlich stressfrei.

  • Sicheres Parken in der Globus-Garage
  • Inklusiver Transfer zum Schiff
  • Nach der Reise: Rücktransfer direkt zum Auto

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Das Fahrzeug steht trocken, sicher und bewacht. Ein Detail, das viele unterschätzen – und das Phoenix Reisen seit Jahren zuverlässig gemeinsam mit der Globus-Garage löst. Übrigens nicht nur in Passau sondern auch in Köln.

Besonders angenehm: Das Einchecken beginnt früher als angekündigt.
Bereits gegen 14:00 Uhr halte ich die Bordkarte in der Hand – und stehe kurz darauf in meiner Kabine. Keine Warteschlangen, kein Gedränge, kein „Influencer-Chaos“.


Technische Daten der MS Anesha (Phoenix Reisen)

Für den Überblick – und als Basis für spätere Bewertungen:

  • Reederei: Phoenix Reisen
  • Baujahr: älteres Baukonzept, mehrfach modernisiert
  • Länge: ca. 135 Meter
  • Breite: ca. 11,4 Meter
  • Passagiere: rund 180
  • Kabinen: außenliegend, viele mit französischem Balkon
  • Decks: mehrere Passagierdecks mit Aufzug
  • Fahrtgebiet: Donau und Nebenflüsse

Gerade das ältere Baukonzept entpuppt sich im Alltag als Vorteil – dazu gleich mehr.


Raumgefühl statt Design-Zirkus

Was sofort auffällt: Platz.
Die MS Anesha ist in ihrer gesamten Bauweise großzügiger, luftiger, weniger verbaut als viele moderne Flussschiffe, die jeden Quadratmeter „vermarkten“ müssen.

  • Breitere Gänge
  • Angenehme Loungeflächen
  • Kein Gefühl von Enge

Man merkt: Dieses Schiff wurde nicht für die Kabinenotpmierungsstrategen gebaut – sondern für Gäste.


Weihnachtliche Atmosphäre statt Deko-Pflicht

Zur Reisezeit ist die Anesha stimmungsvoll weihnachtlich geschmückt. Nicht überladen, nicht kitschig – sondern genau richtig.
Das Schiff fühlt sich eher wie ein schwimmendes Boutique-Hotel an als wie ein Event-Schauplatz.


Die Kabine: fast wie ein 5-Sterne-Hotelzimmer

Die Kabine überzeugt auf ganzer Linie:

  • Gefüllte Minibar
  • Kaffeemaschine mit Kapseln
  • Hochwertige Pflegeprodukte im Bad
  • Bequemes Bett, gute Beleuchtung, ausreichend Stauraum

Kurz gesagt: Alles, was man von einem gehobenen Hotelzimmer erwartet – und manches mehr.

Ein kleiner, aber ehrlicher Testpunkt:
Eine Uhr am Bett /iHome), die die falsche Zeit anzeigt. Dazu ein veralteter Anschluss fürs iPhone, den heute kaum noch jemand nutzt.
Mein Lösungsvorschlag: Weg damit. Veraltet, unnötig – und im Jahr 2025 schlicht überflüssig.


Route mit Substanz: 1.156 Kilometer durch vier Länder

Die Reise führt über klassische Donau-Stationen:

Passau – Dürnstein – Wien – Esztergom – Budapest – Bratislava – Melk – Passau

Insgesamt 1.156 Flusskilometer durch vier Länder.
Keine exotische Sensation, aber eine Route, die genau das liefert, was viele Gäste suchen: Kultur, Städte, Landschaft – ohne Hektik.


Crew & Hotelleitung: spürbar positiv

Was wirklich heraussticht, ist die Atmosphäre an Bord.

Die Crew wirkt:

  • aufmerksam
  • engagiert
  • persönlich
  • sichtbar gut geführt

Der Hotelmanager Mehmet Akdeniz hat seinen „Laden im Griff“ – um es bewusst umgangssprachlich zu sagen. Prozesse laufen ruhig, freundlich und professionell. Genau so, wie man es sich wünscht.

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