Expeditionskreuzfahrtschiffe kollidieren bei Sturm im Hafen von Ushuaia

Ushuaia, 8. Januar 2026 – Zwei Expeditionskreuzfahrtschiffe sind Anfang der Woche im Hafen von Ushuaia in Argentinien bei schweren Wetterbedingungen kollidiert. Betroffen waren die Viking Octantis von Viking Ocean Cruises sowie die World Voyager, die zu Mystic Cruises gehört und von Atlas Ocean Voyages betrieben wird.

Der Zwischenfall ereignete sich am Dienstag, 6. Januar 2026, als starke Winde und stürmische See den Hafenbetrieb in Ushuaia erheblich beeinträchtigten. Nach Angaben lokaler Behörden rissen während der Wetterlage die Festmacherleinen der World Voyager. Das Schiff trieb daraufhin unkontrolliert vom Pier ab.

In der Folge kollidierte der Bug der World Voyager mit dem Heck der benachbart liegenden Viking Octantis. Videoaufnahmen lokaler Medien dokumentieren den Moment des Zusammenstoßes bei deutlich sichtbarem Sturm und starkem Wellengang.

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Keine strukturellen Schäden – Reisen fortgesetzt

Unmittelbar nach dem Vorfall leiteten Hafenbehörden und Besatzungen beider Schiffe Inspektionen ein. Nach ersten Einschätzungen entstanden lediglich leichte, kosmetische Schäden an den Außenbereichen der Schiffe. Strukturelle Beeinträchtigungen oder Sicherheitsrisiken wurden nicht festgestellt.

Die laufenden Antarktis-Expeditionen beider Reedereien waren von dem Vorfall nicht betroffen. Bereits zwei Tage später verließen sowohl die Viking Octantis als auch die World Voyager planmäßig den Hafen von Ushuaia und befinden sich aktuell auf der Durchfahrt durch die Drake-Passage in Richtung Antarktis.