Nun auch der Flughafen Hamburg: Warnstreik sorgt für massive Einschränkungen

Hamburg – Reisende, die in den kommenden Tagen vom Flughafen Hamburg abfliegen oder ankommen wollen, müssen sich auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten des Flughafens zu einem Warnstreik von Mittwochabend bis Freitagabend aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen, in denen ver.di deutliche Lohnerhöhungen fordert.

Welche Bereiche sind betroffen? Der Streik betrifft weite Teile des Flughafenbetriebs, darunter die Flughafen AG, die Instandhaltung, IT-Dienste, Flughafensicherheitsdienste, Passagierabfertigung und Gepäckbeförderung. Die Luftsicherheitsbeschäftigten, die für die Passagierkontrollen zuständig sind, werden jedoch nicht an den Arbeitsniederlegungen teilnehmen.

Forderungen der Gewerkschaft Ver.di verlangt eine Lohnerhöhung von acht Prozent, mindestens jedoch 350 Euro monatlich, zusätzliche Zuschläge sowie drei zusätzliche freie Tage pro Jahr. Zudem soll ein von den Beschäftigten bestimmtes Zeitkonto eingeführt werden. Ein weiterer freier Tag speziell für ver.di-Mitglieder steht ebenfalls auf der Liste der Forderungen.

„Dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt haben, hat in den Betrieben für großen Unmut gesorgt“, erklärte Ole Borgard, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Hamburg. „Dieser Unmut wird nun am Flughafen sichtbar.“

Welche Auswirkungen hat der Streik? Die kurzfristige Ankündigung des Streiks erschwert es dem Flughafen, die genauen Auswirkungen einzuschätzen. Eine Sprecherin des Flughafens rät Passagieren dringend, sich laufend über den Status ihres Fluges zu informieren und gegebenenfalls Kontakt mit der jeweiligen Airline aufzunehmen. Für Donnerstag sind derzeit 146 Starts und 148 Landungen, für Freitag 141 Starts und 140 Landungen geplant.

Informationen für betroffene Reisende Reisende sollten sich vorab auf der Website des Flughafens oder direkt bei ihrer Fluggesellschaft über mögliche Flugausfälle oder Verspätungen informieren. Wer möglichst stressfrei reisen will, sollte alternative Verkehrsmittel oder frühere Verbindungen prüfen.


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