MS Amera Reisebericht Teil 4 – Frühstücksfreuden, Sternesuppe und ein Gruß aus Flåm

Bevor ich euch von unserem heutigen Halt im malerischen Flåm erzähle – ja, mit diesem kleinen „o“ mit Strich durch, das klingt, als würde man mit skandinavischem Akzent „Flammkuchen“ sagen – noch ein kurzer Rückblick auf die wichtigste Mahlzeit des Tages: das Frühstück.

Viele von euch haben mir geschrieben (danke für die Nachrichten!), ob ich das Frühstück auf der Kabine bekommen habe und empfehlen kann. Antwort: Leider nein. Nicht, weil es nicht schmecken würde – sondern weil es schlichtweg wohl nicht mehr, oder auf dieser Reise, angeboten wird. – wer weiß. Jedenfalls: Kabinenfrühstück? Fehlanzeige.

Aber keine Sorge, niemand muss an Bord der MS Amera mit knurrendem Magen durch den Tag reisen. Ich habe ganz klassisch im Restaurant gefrühstückt – mit Brötchen, Rührei, Lachs und allem Drum und Dran. Frisch, lecker, mit freundlichem Service – was will man mehr?

Kulinarische Highlights – auch ohne Pichlers

Apropos Essen: Ich freue mich riesig, dass ich für heute Abend einen Platz im Pichlers bekommen habe – da war nämlich ordentlich was los. Mehr dazu gibt’s dann im nächsten Teil.

Aber schon jetzt kann ich sagen: Man braucht nicht zwingend das Pichlers, um kulinarisch glücklich zu werden. Gestern Abend hatte ich eine Meerrettichsuppe, die so cremig, würzig und raffiniert war, dass selbst der Michelin-Stern kurz gezuckt hat. Ehrlich – selten so gut gegessen auf einem Schiff!

Flåm – Naturkino in Cinemascope

Heute lagen wir in Flåm an – einem kleinen norwegischen Ort, der landschaftlich ganz groß aufspielt. Wer Natur liebt, wird Flåm lieben.

Ein echtes Highlight ist die Fahrt mit der Flåmbahn: steil, spektakulär und mit dramatischen Ausblicken. In nur einer Stunde geht es hinauf ins 867 Meter hoch gelegene Myrdal – und das durch Tunnel, an Wasserfällen vorbei und über Brücken. Fotografieren verboten? Keine Sorge – hier wird eh jeder Schnappschuss ein Kunstwerk. (Leider wurde dieser Ausflug abgesagt, weil die Bahn nicht fährt) da ich aber schon hier war kann ich das trotzdem empfehlen, dann für das nächste Mal!

Wem das noch nicht hoch genug ist, der sollte sich den Stegastein-Aussichtspunkt nicht entgehen lassen. Eine architektonisch mutige Plattform, die 650 Meter über dem Aurlandsfjord zu schweben scheint – nichts für schwache Nerven, aber ein Fest für alle Selfie-Fans.

Noch urwüchsiger ist ein Ausflug ins Nærøytal, einem der spektakulärsten Täler Norwegens. Enge Schluchten, tosende Wasserfälle und das Gefühl, mitten in einem Fantasy-Film gelandet zu sein. Spoiler: Drachen habe ich keine gesehen – aber es würde mich nicht wundern.

Bordleben mit Programm

Für alle, die lieber an Bord bleiben wollten, bot sich heute ein buntes Programm: Vom Yoga am Morgen, über einen gut besuchten Gottesdienst, bis hin zu einem kleinen, aber feinen Shuffleboard-Turnier auf dem Außendeck. Wer es sportlicher wollte, konnte sich beim Darts verausgaben – mit mehr oder weniger treffsicheren Ergebnissen (ich sag nur: Pfeil und Bogen wären vielleicht einfacher gewesen).


Fazit des Tages

Auch ohne Frühstück auf der Kabine, mit Suppe statt Sternekoch und Ausblicken zum Verlieben war dieser Tag ein echtes Erlebnis. Norwegen zeigt sich von seiner schönsten Seite, und die MS Amera bleibt eine schwimmende Wohlfühloase. Morgen mehr aus dem Pichlers – ich bin gespannt, ob es seinem Ruf gerecht wird!

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News-Redaktion

Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.

Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit 1999 betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog in Deutschland

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