COP30 in Brasilien: Costa Diadema und MSC Seaview als Hotelschiffe bestätigt

Belém, 18. Juli 2025 – Die brasilianische Regierung hat offiziell bestätigt, dass zwei große Kreuzfahrtschiffe – die Costa Diadema und die MSC Seaview – als temporäre Hotels während der 30. UN-Klimakonferenz (COP30) in Belém do Pará eingesetzt werden. Die Konferenz findet im November 2025 statt und bringt tausende Teilnehmer aus aller Welt in die Amazonas-Metropole.

Über 6.000 zusätzliche Betten für die UN-Klimakonferenz

Mit der Ankunft der beiden Kreuzfahrtschiffe wird die Hotelkapazität der Stadt um mehr als 6.000 Betten erweitert. Dies ist notwendig, da Belém trotz wachsender touristischer Infrastruktur nicht über ausreichend Unterkünfte für das Großevent verfügt.

Die Schiffe sollen ab dem 10. November 2025 für über zehn Tage vor der Stadt vor Anker liegen. Dafür wird derzeit ein neues Kreuzfahrtterminal mit einem 710 Meter langen Pier und modernen Einrichtungen für Gäste und Crew errichtet.

Unterkunftsmodell: Von Hotels bis hin zu Schiffskabinen

Laut brasilianischer Regierung erfolgt die Unterbringung der COP30-Gäste in mehreren Stufen: Zunächst in klassischen Hotels, danach folgen Kurzzeitmieten und schließlich Kabinen an Bord der Kreuzfahrtschiffe. Eine eigens entwickelte Online-Plattform wird den Buchungsprozess zentral koordinieren. Die UNFCCC wird die verfügbaren Unterkünfte an ihre Mitgliedstaaten weitervermitteln.

Zimmerpreise je nach Herkunftsland

Die Preise für die Unterkünfte variieren je nach Herkunftsland. Für Delegierte aus Inselstaaten und Entwicklungsländern liegen sie bei rund 220 US-Dollar pro Nacht, während Teilnehmer aus Industrienationen bis zu 600 US-Dollar zahlen.

Auswahlprozess durch brasilianische Behörden

Bereits im August 2024 hatte die brasilianische Regierung die staatliche Tourismusagentur Embratur mit der Koordination des Projekts beauftragt. In der Folge wurde der Reiseveranstalter Qualitours ausgewählt, um die beiden Schiffe zu chartern und die Buchungsvorgänge abzuwickeln.

Valter Correia, Parás außerordentlicher Sekretär für die COP30, sagte:

„Diese beiden großen Schiffe ergänzen die Unterkunftsmöglichkeiten für Delegierte, NGOs, Wissenschaftler und Geschäftsreisende aus aller Welt.“

Mit der Entscheidung für Costa und MSC setzt Brasilien auf bewährte Partner, um die anspruchsvolle Logistik rund um die UN-Klimakonferenz in einer der abgelegensten Regionen des Landes zu bewältigen.


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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.

Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
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