17. Juli 2025 – MSC Cruises sorgt erneut für Bewegung in der Flotte: Die MSC Lirica wird in der kommenden Wintersaison 2025/26 die ursprünglich geplanten Reiserouten der MSC Sinfonia im östlichen Mittelmeer übernehmen. Was offiziell als „Flottenumverteilung“ kommuniziert wird, wirft hinter den Kulissen Fragen auf: Bereitet sich MSC Cruises auf einen Verkauf der Lirica vor? Warum werden fast baugleiche Schiffe getauscht?
Offiziell: Routenwechsel aus „betrieblichen Gründen“
In einem Schreiben an gebuchte Gäste begründet MSC die Änderung mit „betrieblichen Gründen, die den Einsatz einiger unserer Kreuzfahrtschiffe betreffen“. Zwischen November 2025 und März 2026 wird die MSC Lirica unter anderem in Istanbul, Izmir, Piräus, Bari und Korfu unterwegs sein – exakt jene Route, die ursprünglich der MSC Sinfonia vorbehalten war.
Was passiert mit der MSC Lirica?
Während die Lirica nun das östliche Mittelmeer bedient, wird die MSC Sinfonia laut MSC Cruises nach Südamerika verlegt. Ein logischer Schritt? Nicht unbedingt. Denn nach Informationen aus einschlägigen Schiffsverkaufsportalen wird aktuell genau diese Schiffsklasse – zu der auch die Sinfonia gehört – aktiv zum Verkauf angeboten. Die Lirica bleibt also in Europa weil …?
Ein Verkauf wäre nicht völlig überraschend: Die MSC Sinfonia ist seit 2002 und die Lirica seit 2003 im Dienst und zählt zu den ältesten Schiffen der Flotte. Eine strategische Veräußerung, der Lirica – Klasse könnte Ressourcen für Neubauten oder Modernisierungen freimachen – und auch steuerlich attraktiv sein.
Was erwartet Gäste an Bord der MSC Lirica?
MSC selbst preist die Lirica als „zeitlos elegant mit modernem Komfort“ – inklusive einladender Lounges, großzügigem Spa-Bereich, Theater und vielseitiger Gastronomie. Die Lirica wurde 2003 gebaut und ist somit fast baugleich mit der Sinfonia. Unterschiede? Minimal – zumindest für den Gast.
Auch der Service und das „warme Ambiente“ werden laut Reederei hervorgehoben. Ob das ausreicht, um eventuelle Enttäuschung bei betroffenen Gästen zu lindern, bleibt abzuwarten.
Umbuchung oder Rückerstattung möglich
MSC bietet betroffenen Gästen folgende Optionen:
- Akzeptieren der neuen Route mit der Lirica
- Umbuchung auf eine andere Kreuzfahrt (Preisunterschiede werden ausgeglichen)
- Kostenfreie Stornierung mit voller Rückerstattung
Ein fairer Umgang – aber eben auch ein Indiz dafür, dass die Entscheidung nicht kurzfristig getroffen wurde.
Fazit: Routenwechsel mit Signalwirkung?
Was auf den ersten Blick wie ein einfacher Schiffstausch wirkt, könnte ein strategisches Manöver sein. Ein stationierter Einsatz in Südamerika – fernab der europäischen Kernmärkte – erleichtert einen diskreten Verkauf.
Ein Trend, der sich fortsetzen könnte? Beobachter der Branche sind sich einig: Die älteren Einheiten der Lirica-Klasse könnten nach und nach verschwinden.
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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.
Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit 1999 betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog in Deutschland








