Am 8. September 2025 wurde auf der finnischen Meyer Turku Werft der Kiel für das vierte Schiff der gigantischen Icon-Class gelegt. Das neue Kreuzfahrtschiff, derzeit unter dem Arbeitstitel „Icon 4“ bekannt, soll im Jahr 2027 fertiggestellt werden. Mit der traditionellen Zeremonie, bei der symbolische Münzen unter den ersten Stahlblock gelegt werden, beginnt offiziell der nächste Bauabschnitt – der Zusammenbau des gewaltigen Rumpfs.
Für Royal Caribbean International ist das neue Schiff ein weiterer Meilenstein in einer Serie, die schon jetzt als Superlative der Kreuzfahrtindustrie gilt. Bereits 2023 ging die Icon of the Seas an den Start, 2025 folgte die Star of the Seas. Das dritte Schwesterschiff, die Legend of the Seas, soll 2026 fertig sein. Royal Caribbean hat sogar Optionen für ein fünftes und sechstes Schiff dieser Klasse angekündigt.
Kritik: Wie groß kann ein Kreuzfahrtschiff noch werden?
Mit jeder neuen Icon-Class wächst nicht nur die Zahl der Kabinen, Pools und Attraktionen – sondern auch die Diskussion um Massentourismus und Umweltbelastung. Schon die Icon of the Seas gilt mit Platz für rund 7.600 Passagiere als schwimmende Stadt. Branchenkenner fragen sich, ob immer größere Schiffe wirklich der richtige Weg für die Zukunft der Kreuzfahrt sind.
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Obwohl Meyer Turku betont, dass man auf nachhaltigere Technologien setzt, bleibt die schiere Größe dieser Ozeanriesen ein Reizthema. Kritiker warnen vor den ökologischen Folgen und stellen die Frage: Braucht die Welt wirklich noch größere schwimmende Freizeitparks?
Beschäftigungsmotor mit Schattenseiten
Laut Meyer Turku schafft jedes dieser Mega-Projekte 13.000 Arbeitsjahre und sichert zahlreiche Jobs in Finnland und weltweit. Doch gleichzeitig verschärfen solche Schiffe den Trend zu immer mehr Passagieren auf immer weniger Raum – ein Spagat zwischen wirtschaftlichem Aufschwung und wachsender Skepsis gegenüber dem Kreuzfahrt-Boom.
👉 Fazit: Die Kiellegung von Icon 4 ist ein weiterer Beweis für den ungebremsten Expansionsdrang der Branche. Ob dieser Weg in Zeiten von Klimakrise und Overtourism noch zeitgemäß ist, bleibt eine Frage, die nicht nur Umweltschützer beschäftigt – sondern auch die Gäste, die zwischen Luxus und Verantwortung wählen müssen. Übrigens Kreuzfahrt geht anders oder?
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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.
Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
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