Gerüchteküche: Fincantieri – Aufträge im Wert von 8 Milliarden Euro für den Bau von Kreuzfahrtschiffen für Carnival und AIDA?

Ein Auftrag im Wert von mindestens 8 Milliarden Euro für den Bau von Schiffsrümpfen über 150.000 Tonnen in Genua oder Marghera steht auf dem Tisch.

Es scheint, als ob Fincantieri erneut das Rennen macht und Meyer Werft einmal mehr ins Abseits stellt. Während Fincantieri triumphal seine Erfolge verkündet und über mögliche neue Aufträge verhandelt, bleibt Meyer Werft im Hintergrund – und das nicht zum ersten Mal.

Fincantieri auf der Überholspur

Fincantieri verhandelt scheinbar derzeit mit Carnival Corporation über den Bau von sechs neuen Kreuzfahrtschiffen (mit der Option auf zwei weitere) für die Marken AIDA, Carnival Cruise Line und vielleicht auch Costa. Diese neuen Riesen der Meere sollen ab 2029 ausgeliefert werden und jeweils mindestens 150.000 Bruttoregistertonnen auf die Waage bringen. Der Auftrag würde rund 8 Milliarden Euro betragen und in den Fincantieri-Werften in Genua oder Marghera umgesetzt werden.

Während Fincantieri auf der Erfolgswelle reitet, scheint die Meyer Werft wie ein Zuschauer am Spielfeldrand zu stehen.

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Der Kreuzfahrtmarkt boomt

Der Kreuzfahrtmarkt erlebt einen Aufschwung, wie die jüngsten Quartalsberichte der Reedereien und die vollen Auftragsbücher der Werften zeigen. Fincantieri meldete einen Gewinnanstieg von 16 % im ersten Halbjahr 2024 und eine Versechsfachung seines Auftragsbestands auf 7,6 Milliarden Euro, was vor allem auf den Kreuzfahrt- und Verteidigungssektor zurückzuführen ist. Der Umsatz blieb stabil bei 3,68 Milliarden Euro, obwohl der Umsatz im Schiffbausektor aufgrund von Änderungen am Produktionsprogramm einiger Schiffe zurückging.

Die großen Deals

Im April 2024 unterzeichnete Fincantieri eine Vereinbarung mit Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. über den Bau von sechs neuen Schiffen und einer Absichtserklärung für vier weitere Jumbo-Schiffe. Im Juli folgte eine Vereinbarung mit Carnival Corporation über den Bau von drei neuen Kreuzfahrtschiffen für Carnival Cruise Line, die mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden und eine Bruttoraumzahl von etwa 230.000 Tonnen haben – die größten, die Fincantieri jemals gebaut hat.

Und Meyer Werft?

Was bleibt Meyer Werft in diesem ganzen Szenario? Man kann gespannt sein, wie sie in Zukunft agieren werden. Klar gehen die Amerikaner lieber nach Italien, wenn es in Deutschland schon Probleme gibt mit der Bürgschaft und die Kreditwürdigkeit der Carnival infrage gestellt wird. AIDA Cruises


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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.

Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
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