Ein Unfall auf der Mosel sorgt für Chaos: Ein mit Schrott beladenes Güterschiff prallte am Sonntag gegen ein noch nicht vollständig geöffnetes Schleusentor in Müden. Die Schäden sind so gravierend, dass die Schleuse bis Ende März 2025 außer Betrieb bleibt. 70 Schiffe sitzen nun auf der Mosel fest – darunter möglicherweise auch Kreuzfahrtschiffe. Wenn man denn Seiten mit GPS Schiffsverfolgungen (Marinetraffic) folgt, kann man sehen, es sind auch Kreuzfahrtschiffe betroffen.
Wir konnten feststellen: Anna Katharina (Phoenix Reisen), Swiss Pearl, Excellence Queen & Pearl (Reisebüro Mittelthurgau), Viking Herja (Viking) weitere Schiffe sind möglich…
Der Unfall: Wenn Sekunden zu teuer werden
Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Mosel-Saar-Lahn fuhr das Güterschiff offenbar zu früh in die Schleusenkammer ein. Das Ergebnis: Beide Torflügel wurden vollständig aus ihrer Verankerung gerissen, weitere Bauteile schwer beschädigt. Ob es menschliches Versagen, ein technischer Defekt oder einfach Pech war, bleibt Gegenstand laufender Ermittlungen.
Erfreulicherweise gab es keine Verletzten, und die Ladung blieb sicher auf dem Schiff. Allerdings trat Hydraulikflüssigkeit aus, die von der Feuerwehr eingedämmt werden konnte, bevor größere Umweltschäden entstanden.
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Die Auswirkungen: Monatelanger Stillstand
Die Mosel, eine der wichtigsten Wasserstraßen in Deutschland, ist vor allem für den Güterverkehr unverzichtbar. Doch auch die Kreuzfahrtindustrie könnte betroffen sein, da die Mosel regelmäßig von Flusskreuzfahrtschiffen befahren wird. Derzeit sitzen rund 70 Schiffe fest und können den Fluss nicht in Richtung Rhein verlassen.
Ein Krisenstab wurde eingerichtet, um die Reparatur zu beschleunigen. Dennoch bleibt die Schleuse laut WSA voraussichtlich bis Ende März 2025 gesperrt.
Was bedeutet das für Kreuzfahrten?
Ob und wie viele Flusskreuzfahrtschiffe auf der beliebten Routen auf der Mosel zwischen Trier, Koblenz und Cochem betroffen sind, ist noch unklar. Sollte die Sperrung länger dauern, könnten geplante Reisen ins Wasser fallen. Gäste sollten sich bei Ihren Anbietern über mögliche Änderungen oder Stornierungen informieren.
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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.
Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
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