Ein beunruhigender Vorfall hat sich in Mombasa, vor wenigen Tagen ereignet, bei dem eine Gruppe von über 50 mit Macheten bewaffneten Jugendlichen Passagiere des Kreuzfahrtschiffs MV Crystal Symphony attackierte und beraubte. Der gewalttätige Überfall wirft ernsthafte Fragen zur Sicherheit von Touristen in der Region Kenya auf und führte zur Stornierung geplanter Landausflüge.
Der Angriff ereignete sich am beliebten Touristenort Pembe za Ndovu in der Moi Avenue, kurz nachdem die Passagiere des Luxusliners von Bord gegangen waren. Die Bande erbeutete Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände der erschrockenen Urlauber.
Vertreter der Behörden und der Polizei entschuldigen sich persönlich ab Bord …
Vertreter des Kenya Tourism Board (KTB) und des National Police Service (NPS) eilten an Bord der Crystal Symphony, um sich bei den Passagieren zu entschuldigen und sie zu beruhigen. „Kein Tourist wurde verletzt, aber viele waren von dem Vorfall erschüttert und entschieden sich, geplante Besuche in der Altstadt abzusagen und stattdessen zum Schiff zurückzukehren“, berichtete ein anonymer KTB-Vertreter lokalen Medien.
Die Behörden in Mombasa und dem angrenzenden Kwale County sehen sich mit einer Zunahme der Gewaltkriminalität konfrontiert, die maßgeblich auf das Konto von Machetenbanden geht, die sowohl Einheimische als auch Besucher in Angst und Schrecken versetzen. Erst am Wochenende wurden im Rahmen verstärkter Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Bandengewalt mindestens 200 Verdächtige festgenommen.
Die MV Crystal Symphony, mit 1.169 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord, erreichte Mombasa am 31. März und verbrachte dort eine Nacht, bevor sie am darauffolgenden Tag ihre Reise nach Sansibar fortsetzte.
Dieser sicherheitsrelevante Vorfall ereignet sich kurz vor dem Ende der Kreuzfahrtsaison in Mombasa, die im April ausläuft. Angesichts des Beginns der nächsten Saison im September wächst die Sorge, dass Kreuzfahrtunternehmen ihre geplanten Anläufe im Hafen von Mombasa möglicherweise überdenken könnten, sollten die Sicherheitsvorkehrungen nicht deutlich intensiviert werden.
Für Kreuzfahrtgesellschaften hat die Sicherheit ihrer Passagiere und Besatzungsmitglieder oberste Priorität. Vorfälle dieser Art können zukünftige Reiseentscheidungen maßgeblich beeinflussen. Der Angriff setzt die kenianischen Behörden unter erheblichen Druck, ihre Fähigkeit zur Gewährleistung der Sicherheit internationaler Touristen glaubhaft unter Beweis zu stellen.
Quelle: crew-center.com
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