Málaga, 21. Mai 2025 – Ein Kreuzfahrttraum endet vorerst abrupt: Die Ocean Victory, das Flaggschiff der neu gegründeten Reederei Alma Cruceros, wurde am Montag, den 20. Mai, im Hafen von Málaga beschlagnahmt. Die Maßnahme erfolgte auf Antrag des Generalagenten des Schiffs, der spanischen Lantimar Group. Die Crew befindet sich weiterhin vollständig an Bord, während das Schiff auf weitere Entscheidungen wartet.
Große Pläne, kurzes Gastspiel: Alma Cruceros in Turbulenzen
Alma Cruceros startete erst am 18. April mit großen Ambitionen – und nicht weniger großen Namen. Die luxuriöse Kreuzfahrtlinie wollte mit Sterneköchen wie Martín Berasategui und Paolo Casagrande sowie einem exklusiven Boutique-Erlebnis im Mittelmeer neue Maßstäbe setzen. Doch nach nur drei Kreuzfahrten kam der plötzliche Stillstand.
Reiseveranstalter wurden am 9. Mai über die Absage der für den 11. Mai geplanten Abfahrt informiert. Eine weitere Kommunikation blieb bislang aus. Seitdem liegt das Schiff untätig im Hafen – nun zusätzlich durch eine offizielle Beschlagnahmung blockiert.
Spekulationen über Zahlungsprobleme und Personalabbau
Offiziell schweigt Alma Cruceros bislang zur Zukunft des Unternehmens und zum aktuellen Vorfall. Doch hinter den Kulissen brodelt es: Brancheninsider sprechen von möglichen Zahlungsausfällen, rechtlichen Auseinandersetzungen und bevorstehenden Entlassungen der Besatzung.
Die Ocean Victory wurde ursprünglich von der US-Reederei SunStone Ships gechartert. Geplant war ein rotierender Einsatz – sechs Monate im Mittelmeer unter Alma Cruceros, sechs Monate für Albatros Expeditions in der Antarktis.
Vom Luxus zur Last: Preisverfall und Imageverlust
Was als exklusive Luxuskreuzfahrt mit Preisen ab 6.000 Euro pro Woche begann, wandelte sich binnen Wochen: Um Buchungen zu sichern, senkte Alma Cruceros die Preise auf rund 2.000 Euro. Das einstige Prestigeprodukt wurde plötzlich zum erschwinglichen Boutique-Angebot – ein Alarmzeichen für die Branche.
Insider berichten, dass der hinter Alma Cruceros stehende Unternehmer aus Málaga mit gravierenden logistischen Problemen kämpfte. Interne Prozesse, Zahlungsverpflichtungen und die operative Umsetzung der Luxusversprechen seien ins Wanken geraten. https://almacruceros.com/
Fazit: Ein junger Stern verglüht – vorerst
Das Schicksal der Ocean Victory und von Alma Cruceros bleibt ungewiss. Die Branche schaut gespannt nach Málaga, denn dieser Fall zeigt erneut, wie riskant der Einstieg in das exklusive Kreuzfahrtsegment sein kann – selbst mit großem Namen und gutem Marketing.
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Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 3.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte.
Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.
„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit 1999 betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog in Deutschland


