Flucht vom Sonnendeck: Die 5 besten Geheimverstecke für echte Ruhe-Suchende

Hand aufs Herz: So sehr wir die Geselligkeit an Bord lieben, gibt es diesen einen Moment, in dem man einfach nur seine Ruhe will. Wenn am Pooldeck „Atemlos“ in Dauerschleife läuft und die Liegen-Reservierer ihr Revier verteidigen, fühlt sich das Schiff plötzlich sehr klein an. Doch jedes Schiff – egal wie groß – hat seine „toten Winkel“. Orte, an denen man das Meer noch flüstern hört und ein Buch lesen kann, ohne unterbrochen zu werden. Willkommen zu unserem heutigen Bord-Geflüster: Die Anleitung zum stilvollen Abtauchen.

1. Das „Bibliotheks-Paradoxon“

Auf vielen modernen Schiffen ist die Bibliothek zu einem Durchgangszimmer geschrumpft.

  • Das Geflüster: Genau das ist Ihr Vorteil! Da fast niemand mehr physische Bücher leiht, sind diese Räume oft verwaist. Suchen Sie sich den tiefsten Sessel in der hintersten Ecke. Oft gibt es dort die bequemsten Polster und die beste Klimatisierung des ganzen Schiffes – bei absoluter Stille.

2. Das versteckte Heck-Deck

Die meisten Menschen zieht es nach vorne oder zur Mitte. Schauen Sie auf Ihrem Decksplan nach den untersten Passagierdecks ganz hinten.

  • Der Insider-Check: Viele Schiffe haben am Heck kleine, umlaufende Decks, die nur über unscheinbare Treppenhäuser erreichbar sind. Hier sitzen Sie direkt über dem Schraubenwasser, hören das beruhigende Rauschen der Heckwelle und sind meilenweit weg vom Pool-Lärm.

3. Die „Geister-Bars“ am Nachmittag

Bars, die erst abends zum Leben erwachen (wie die Martini-Bar oder der Nightclub), sind tagsüber oft offen, aber leer.

  • Die Taktik: Es gibt kein Gesetz, das verbietet, sich nachmittags mit einem Buch in die edlen Samtsessel der Abend-Bar zu setzen. Oft putzt dort nur ein einzelner Stewart – und solange Sie nicht im Weg sind, haben Sie den exklusivsten „Privatsalon“ des Schiffes für sich allein.

4. Die Aussichtslounge bei Landgang

Wenn das Schiff im Hafen liegt und 80 % der Gäste von Bord sind, verwandeln sich die großen Panorama-Lounges in wahre Kathedralen der Ruhe.

  • Der Tipp: Bleiben Sie einmal bewusst an Bord, wenn alle anderen in den Ausflugsbus steigen. Die vorderste Reihe in der Observation Lounge gehört Ihnen. Der Service ist in dieser Zeit extrem aufmerksam, da die Kellner sich über jeden Gast freuen, der ihnen den Tag verschönert.

5. Das Promenadendeck (Deck 4 oder 5)

Die modernen Schiffe bauen ihre Pools nach oben, aber die Romantik liegt unten. Das umlaufende Promenadendeck ist oft der einzige Ort, an dem man noch echtes Holz unter den Füßen und die Gischt im Gesicht spürt.

  • Das Geheimnis: Suchen Sie sich eine Nische hinter den Rettungsbooten. Dort gibt es oft fest installierte Bänke, die im Schatten liegen und einen unverstellten Blick auf den Horizont bieten.

Und jetzt wie immer Eure Meinung …!

Haben Sie auch ein „Geheimversteck“ an Bord, das Sie eigentlich gar nicht verraten wollen? Welcher Ort ist Ihre persönliche Rettung, wenn es auf dem Schiff mal zu wuselig wird?

Flüstern Sie es uns in den Kommentaren (wir behalten es auch unter uns!) – wir sind gespannt auf Ihre Ruhe-Oasen!


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Claus A. Blohm

„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit mehr als 25 Jahren redaktionell durch verschiedene Blogs und Interseiten zum Thema Kreuzfahrten betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog auf dem deutschsprachigen Markt. Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 5.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte. Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.

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