Ostern ist fast vorbei, die Koffer sind (vielleicht) schon ausgepackt, aber irgendetwas stimmt nicht. Warum fühlt sich der feste Boden unter den Füßen so falsch an? Warum erwarten Sie beim Abendessen ein 5-Gänge-Menü, während vor Ihnen nur ein belegtes Brot liegt? Das „Post-Cruise-Syndrom“ (PCS) hat zugeschlagen. Im heutigen Bord-Geflüster nehmen wir die komischen Angewohnheiten unter die Lupe, die wir alle nach einer Kreuzfahrt mit nach Hause schleppen – und wie man den „Land-Schock“ lindert.
1. Das „Schwanken“ im Badezimmer
Sie stehen vor dem Spiegel und plötzlich gibt der Boden nach.
- Das Geflüster: Das „Mal de Débarquement“ ist kein Mythos. Ihr Gehirn hat sich so perfekt an die sanften Rollbewegungen des Schiffes gewöhnt, dass es den festen Boden nun als Bedrohung wahrnimmt. Tipp: Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, Sie wären noch auf Deck 12 – es hilft nicht gegen das Schwindelgefühl, aber es macht die Laune besser.
2. Die „Wo-ist-mein-Handtuch-Tier?“-Enttäuschung
Sie kommen abends ins Schlafzimmer und das Bett ist… einfach nur glatt gestrichen. Kein Handtuch-Elefant mit Sonnenbrille, kein Betthupferl auf dem Kissen.
- Der Insider-Check: Die Stille der eigenen vier Wände ist nach dem 24/7-Service an Bord brutal. Plötzlich müssen Sie den Müll selbst rausbringen und die Kaffeemaschine eigenhändig bedienen. Ein schwerer Schlag für jeden Kreuzfahrer.
3. Der Buffet-Reflex
Im Supermarkt erwischen Sie sich dabei, wie Sie mit einem Teller suchend an der Wursttheke vorbeilaufen, in der Hoffnung, dass jemand Ihnen ein Omelett nach Ihren Wünschen brät.
- Die Realität: Die totale Entscheidungsfreiheit beim Essen an Bord führt an Land oft zu einer „Küchen-Depression“. Wer einmal den „Midnight Snack“ auf dem Schiff erlebt hat, für den ist der Blick in den leeren heimischen Kühlschrank pure Provokation.
4. Die „Cruise-Card“-Suche
Sie stehen vor Ihrer Haustür und suchen verzweifelt in Ihrer Tasche nach der Bordkarte, um die Tür zu öffnen, während der Autoschlüssel Sie hämisch angrinst.
- Das Gefühl: Man vermisst dieses kleine Plastikding, das gleichzeitig Ausweis, Geldbörse und Türöffner war. Das Leben an Land ist plötzlich so… kompliziert.
5. Die einzige Heilung: „Nach der Reise ist vor der Reise“
Es gibt nur ein bewährtes Mittel gegen das Post-Cruise-Syndrom.
- Die Strategie: Die Planung der nächsten Reise. Sobald die Bestätigungs-E-Mail für die nächste Kreuzfahrt im Postfach landet, lässt das Schwanken nach und die Vorfreude besiegt den Blues.
Und jetzt wie immer Ihr? …
An welchem „Symptom“ leiden Sie nach einer Kreuzfahrt am meisten? Versuchen Sie auch, den Kellner im Restaurant mit Ihrer Kabinennummer zu bezahlen? Oder winken Sie fremden Menschen auf anderen Balkonen zu?
Teilen Sie Ihre lustigsten „Heimkehrer-Geschichten“ in den Kommentaren – wir leiden gemeinsam!
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„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit mehr als 25 Jahren redaktionell durch verschiedene Blogs und Interseiten zum Thema Kreuzfahrten betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog auf dem deutschsprachigen Markt. Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 5.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte. Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.