Wer in diesen Tagen mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs ist, sollte seine Reiseinformationen regelmäßig im Blick behalten. Sowohl AIDA Cruises als auch TUI Cruises mussten in den vergangenen Tagen einzelne Kreuzfahrten kurzfristig anpassen. Die Ursachen unterscheiden sich jedoch deutlich und zeigen, wie flexibel moderne Kreuzfahrten auf äußere Einflüsse reagieren müssen.
Welche AIDA-Kreuzfahrten sind aktuell betroffen?
Besonders im Fokus steht derzeit die AIDAperla. Während ihrer aktuellen Norwegen-Kreuzfahrt konnte das Schiff den geplanten Hafen Nordfjordeid nicht anlaufen. Der Grund lag nicht am Schiff selbst, sondern an einer beschädigten Anlegeeinrichtung, dem sogenannten Seawalk, der für den Landgang der Gäste benötigt wird. Ohne diese Infrastruktur war ein sicherer Aufenthalt nicht möglich.
Auch die AIDAmar musste zuletzt ihren Fahrplan ändern. Auf einer Ostsee-Kreuzfahrt entfiel der geplante Aufenthalt vor Karlskrona, stattdessen kehrte das Schiff früher nach Warnemünde zurück. Zudem wurde Anfang Juli ein geplanter Werftaufenthalt in Rotterdam kurzfristig in eine laufende Reise integriert. AIDA informierte die Gäste frühzeitig und bot als Ausgleich Preisnachlässe sowie Reisegutscheine an.
Warum musste auch Mein Schiff Reisen anpassen?
Auch bei TUI Cruises kam es zuletzt zu Änderungen. Die Mein Schiff Relax konnte Stockholm aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen nicht anlaufen. Stattdessen wurde kurzfristig Riga in Lettland in den Reiseverlauf aufgenommen. Solche Entscheidungen werden aus Sicherheitsgründen getroffen und gehören zum normalen Krisenmanagement moderner Kreuzfahrten.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte TUI Cruises zudem verschiedene Mittelmeer-Reisen aufgrund der angespannten Sicherheitslage im östlichen Mittelmeer neu geplant oder angepasst. Mittlerweile können einige ursprünglich betroffene Reisen jedoch wieder wie vorgesehen stattfinden.
Warum werden Kreuzfahrtrouten überhaupt geändert?
Viele Reisende vermuten zunächst technische Probleme. Tatsächlich liegen die Ursachen häufig außerhalb des Einflussbereichs der Reedereien.
Zu den häufigsten Gründen gehören:
- Wetter und starke Winde
- Beschädigte Hafenanlagen
- Sicherheitslagen in einzelnen Regionen
- Operative Anpassungen der Hafenbehörden
- Technische Arbeiten an Hafeninfrastruktur
Der Kapitän trägt jederzeit die Verantwortung für die Sicherheit von Schiff, Besatzung und Gästen. Deshalb können Routen auch sehr kurzfristig angepasst werden.
Müssen Kreuzfahrtgäste sich Sorgen machen?
Nein. Routenänderungen gehören zum normalen Kreuzfahrtbetrieb und dienen in erster Linie der Sicherheit. Die Reedereien informieren ihre Gäste in der Regel frühzeitig über Änderungen und bemühen sich, attraktive Alternativhäfen anzubieten. In besonderen Fällen werden zusätzlich Preisnachlässe oder Reisegutschriften gewährt.
Was bedeutet das für Urlauber?
Die aktuellen Ereignisse zeigen einmal mehr, dass eine Kreuzfahrt trotz sorgfältiger Planung nie vollständig vorhersehbar ist. Wetter, Hafenbedingungen oder außergewöhnliche Ereignisse können jederzeit Anpassungen erforderlich machen. Für die meisten Gäste bleiben diese Änderungen jedoch eine Ausnahme – und oft entstehen dadurch sogar neue Reiseerlebnisse mit Häfen, die ursprünglich gar nicht auf dem Fahrplan standen.
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„Der Kreuzfahrttester“ wird bereits seit mehr als 25 Jahren redaktionell durch verschiedene Blogs und Interseiten zum Thema Kreuzfahrten betrieben. Die Seite www.kreuzfahrttester.com gilt damit als ältester Kreuzfahrt-Blog auf dem deutschsprachigen Markt. Chefredakteur und Inhaber Claus Blohm gilt mit weit mehr als 5.000 Nächten an Bord verschiedener Schiffe als erfahrener Kreuzfahrtexperte. Neben den allgemeinen Reiseberichten erstellt er auch eine Vielzahl interner und vertraulicher Testberichte, die zum Teil von den Reedereien beauftragt werden. Diese Berichte gelten nicht selten als Grundlage für neue Standards an Bord.


